Globale Perspektiven auf 250 Jahre Unabhängigkeitserklärung
2026 feiern die Vereinigten Staaten einen Meilenstein ihrer Geschichte. Mit der 1776 erklärten Unabhängigkeit von Großbritannien begann eine demokratische Entwicklung, die weltweit Resonanz fand. Der berühmte Dreiklang „Life, Liberty and the Pursuit of Happiness“ hat seine Attraktivität bis heute nicht verloren. Nach wie vor entfalten die in der Erklärung formulierten Ziele und Prinzipien - Volkssouveränität, eine Regierung ohne gekröntes Oberhaupt, die Anerkennung allgemeiner Menschen- und Bürgerrechte - eine Strahlkraft, die sie zu einem prägenden Bestandteil der „westlichen Wertegemeinschaft“ werden ließ. Allerdings gerät ihre positive Konnotation im Zuge aktueller geopolitischer Entwicklungen in vielen Ländern und Weltregionen zunehmend unter Druck.
Für die Max Weber Stiftung (MWS) bietet das Jubiläum Anlass, nach den historischen und aktuellen Fernwirkungen des Jahres 1776 zu fragen. Was hat die Entstehung der modernen Demokratie in den USA in anderen Teilen der Welt ausgelöst? Welchen Einfluss hatte sie auf nationale Entwicklungen, auf Revolutionen, Kriege und Fluchtbewegungen? Wie und wodurch entwickelten sich regional unterschiedliche Demokratieverständnisse?