Dieses interdisziplinäre Kolloquium, das vom Centre d’etudes et de recherches sur l’espace germanophone (CEREG) und mit Unterstützung des Deutschen Historischen Instituts organisiert wird, untersucht die Dynamiken gegenseitiger (Um-)Deutungen zwischen Ost und West nach der Wiedervereinigung. Framing, gegenseitige Umdeutung und Hybridisierungen sind zentral für die Analyse der zwar asymmetrischen, aber wechselseitigen Anpassungen in Gesellschaft, Politik, Kultur und Recht. Um die deutschen Gesellschaft nach 1989 nicht ausschließlich durch die Linse der ost-/westdeutschen Konfrontation, des Misstrauens oder gar der Feindseligkeit zu betrachten, werden bei dieser Tagung Prozesse gegenseitiger Transformationen diskutiert. Die Verknüpfung verschiedener Analyseebenen ist ebenso willkommen wie die Anwendung disziplinärer Ansätze (Geschichte, Literatur, Linguistik, Soziologie, Recht, Politikwissenschaft usw.).
Fünf Schwerpunkte strukturieren die Reflexion:
- Asymmetrien, Machtverhältnisse und Übertragungen
- Kunst und Kultur
- Sprache und Diskurse
- Framing und wechselseitige Beeinflussung
- Rechtliche und normative Neuausrichtungen
Die Arbeitssprachen der Tagung sind Französisch und Deutsch. Bewerbungen junger Forscherinnen und Forscher werden ausdrücklich begrüßt.
Weitere Informationen finden Sie im beigefügten detaillierten CfP.
Termine: 3.–4. Juni 2027 (Paris).
Einreichung: Die Vortragsvorschläge mit maximal 3.000 Zeichen, verfasst in Französisch oder Deutsch, sind bis zum 15. November 2026 an die beiden Organisator:innen zu senden: Etienne Dubslaff (etienne.dubslaff@parisnanterre.fr) und Elisa Goudin-Steinmann (elisa.goudin-steinmann@sorbonne-nouvelle.fr).