Im Rahmen der Pariser "Nuit blanche 2012" macht das Deutsche Forum für Kunstgeschichte aktuelle wissenschaftliche Positionen zur Farbe Weiß einem breiten und vorwiegend jüngeren Publikum zugänglich.
In einem innovativen Format werden diese um Stellungnahmen anderer Forschungsbereiche erweitert und treten in einen Dialog mit Künstlern unterschiedlichster Ausrichtung. Themen der Kunst- und Architekturgeschichte, der Film-, Literatur- und Musikwissenschaft, der Anthropologie, Philosophie und Physik werden so um kreative Ansätze erweitert, die aus den Feldern Kunst, Schauspiel, Dichtung, Musik und Tanz stammen. Den Teilnehmenden wurde kein ausgearbeitetes Konzept, sondern lediglich ein knappes Zeitfenster von sechs Minuten vorgegeben und eine Anpassung an das besondere Format sowie das fluktuierende Publikum empfohlen. Es entstand ein reiches Mosaik mit verschiedenen Themenbereichen, das es dem Besucher freistellt, eigene Assoziationsketten zu entwickeln.
Die Veranstaltung umfasst eine Einleitung und sieben Sektionen; sie beginnt um 19 Uhr in der Salle 37 des Palais de Tokyo und klingt mit einer musikalisch-visuellen Collage gegen 01:30 Uhr morgens festlich aus. Einen meditativen Grundton setzt die Künstlerin Laura Lamiel mit einer performativen Nachtwache. Jeder Abschnitt fängt mit der Lesung eines ausgewählten Textes durch die Schauspieler Martin Juvanon du Vachat, Vanasay Khamphommala und Élise Pradinas an. Es ergeben sich verschiedene Akzente: Weiß als Anfang (Abschnitt I), Künstlichkeit (II), Trübung (III), Leerstelle (IV), Intensität (V), Unfassbarkeit (VI) oder Stoffliches (VII).
Die Veranstaltung ist öffentlich und bedarf keiner Anmeldung.
Details