Befestigungsanlagen, Kathedralen und Klöster im nördlichen Apulien im 13. und 14. Jahrhundert

04.–05.03.2013, Tagung, Lucera e Biccari

In den letzten Jahren wurde das nördliche Apulien (die Daunia bzw. Capitanata) zum Gegenstand intensiver interdisziplinärer Forschungen vor allem zur Siedlungsgeschichte im hohen Mittelalter.

Die Landschaft ist für kulturgeschichtliche Fragen besonders geeignet.
Seit den 20er Jahren des 13. Jahrhunderts veranlasste der staufische Kaiser Friedrich II. die Deportation tausender auf Sizilien lebender Muslime in die Capitanata, wo in Lucera eine muslimische Stadt entstand. Damit begann ein bis ins 14. Jahrhundert reichendes Kapitel muslimisch-arabischer Kultur in Europa, das im Vergleich zur muslimischen Präsenz in Südspanien und Sizilien bisher wenig beachtet wurde. Unter den Anjou wurden zudem im nördlichen Apulien Provençalen angesiedelt, sodass in der Region eine spezifische Mischung verschiedener Ethnien, Sprachen, Religionsgemeinschaften und Kulturen zu konstatieren ist. Diese Situation fordert zur Diskussion verschiedener kulturgeschichtlicher Fragestellungen geradezu heraus.

Die Tagung präsentiert in Zusammenarbeit zwischen italienischen, französischen und deutschen Wissenschaftlern die jüngsten Forschungsergebnisse eines interdisziplinären Forschunsgverbundes.

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