Einführung durch Gudrun Gersmann (Universität zu Köln), Projektvorstellung durch die Forschergruppe des DHIP Florence de Peyronnet-Dryden (Leitung), Eva Dade, Eva Knels und Hannah Schneider gefolgt von einer Führung durch Schloss Dyck durch den Schlossherrn Graf Metternich.
Die Literatin Constance de Salm (1767–1845) wird seit einigen Jahren, besonders in Frankreich, mit großem Interesse wiederentdeckt. Zu Lebzeiten war sie eine der erfolgreichsten französischen Schriftstellerinnen, unterhielt einen einflussreichen Salon in Paris und war zudem Mitglied in mehreren Gelehrtengesellschaften.
Nach der Heirat mit ihrem zweiten Ehemann, dem Altgrafen und späterem Fürsten Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck, im Jahr 1802, verbrachte Constance de Salm die Sommermonate in Schloss Dyck. Während der folgenden Jahrzehnte stand sie in regem Briefkontakt mit ihren Pariser Freunden und Bekannten. Aus dieser Zeit sind über 7000 Briefe erhalten. Sie bieten detaillierte Einblicke in die Pariser Literaturszene und ihre Salons, in die Welt von Wissenschaftlern, Literaten und Künstlern sowie das Leben zwischen dem Rheinland und Paris in den bewegten Jahren des frühen 19. Jahrhunderts. Am Deutschen Historischen Institut Paris wird diese umfangreiche Korrespondenz seit 2010 wissenschaftlich erschlossen.
Der Abend bietet eine thematische Einführung in das spannende Leben der Fürstin zwischen Paris und dem Rheinland, mit Vortrag, Lesung und musikalischen Intermezzi. Wir freuen uns, an diesem Abend das Leben und Wirken der Constance de Salm in Schloss Dyck, ihrer zweiten Heimat, anhand ihrer Briefe lebendig werden zu lassen.
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