Ein weißer Raum der Stille, der magische Eisschimmer, die Finsternis der Polarnacht, die gemächlichen Eisbrecher - Karawanen inmitten der grenzenlosen Eisfelder. Die Arktis schien zu allen Epochen ihrer Erschließung finster und gleichgültig gegenüber den Menschen, aber der Mensch strebte immer danach, diese Naturgewalt zu ergründen und für sich zu nutzen. Es ist deshalb kein Wunder, dass sich der Raum hinter dem Polarkreis der erhöhten Aufmerksamkeit vieler Staaten und Nationen erfreut und zum Auslöser zahlloser historischer, politischer und ökologischer Diskussionen und Auseinandersetzungen wird.
Die Geschichte der Erschließung der Arktis enthält sowohl viele bekannte Episoden, als auch bislang kaum erforschte Seiten. Im Blickpunkt der geplanten Konferenz befindet sich die „sowjetische Arktis“ mit ihren zahlreichen Mythen und Legenden, die aus der Sicht der Organisatoren genauer Beachtung verdienen.
Zu den Zielen der Konferenz „Sowjetische Arktis: Erschließung, Erforschung, Darstellungen“ zählen die Darstellung neuer wenig erforschter Themenbereiche zur Erschließung der sowjetischen Arktis, die Beleuchtung und Interpretation historischer Tatsachen der Arktisgeschichte, sowie Entwicklung von Forschungsansätzen und Methoden zur Popularisierung der Forschungsgeschichte der Arktis.
Organisatoren: Alexander Ananyew (DHI Moskau), Dr. Matthias Uhl (DHI Moskau), Prof. Dr. Klaus Gestwa (Universität Tübingen), Prof. Dr. Susanna Frank (Humboldt Universität Berlin), Prof. Dr. Eduard Sarukhanian (Genf).