Deutsches Historisches Institut Rom
In der Festkultur der Frühen Neuzeit spielen musikalische Darstellungen des Friedens und der Friedenssehnsucht eine herausragende Rolle. Gerade Friedensschlüsse haben die musikalische Produktion immer wieder beflügelt. Welchen Einfluss haben diese besonderen politischen Ereignisse auf die kompositorischen Mittel, die musikalische und dramaturgische Gestaltung und die Realisierung dieser Friedensmusik? Welche Rolle spielen diese Kompositionen im Kontext eines umfassenderen Festprogramms anlässlich der Friedensschlüsse, und wie gestaltet sich das Zusammenwirken mit anderen Künsten?
Solche Fragestellungen fokussiert der Workshop, der im Rahmen des Internationalen Verbundprojekts "Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen". Repräsentationen des Friedens im vormodernen Europa (Laufzeit 2015–2018) stattfindet. Er bietet – neben zwei Keynotes – Einblicke in das musikwissenschaftliche Teilprojekt, das an der Musikgeschichtlichen Abteilung des Deutschen Historischen Instituts angesiedelt ist. Außerdem präsentieren auch die weiteren am Verbund beteiligten Partner den aktuellen Stand ihrer Forschungen.
Ein vom Ensemble Chordis (Leitung: Sabine Cassola) dargebotenes Konzert mit Friedenskompositionen des 15.–18. Jahrhunderts beschließt den Workshop um 18.00 Uhr.