Max-Weber-Stiftung Nachrichten https://www.maxweberstiftung.de/aktuelles/nachrichten.html Max-Weber-Stiftung Nachrichten de © Max-Weber-Stiftung Sat, 31 Jan 2026 15:44:38 +0100 Sat, 31 Jan 2026 15:44:38 +0100 TYPO3 EXT:news news-12883 Mon, 21 Jul 2025 10:44:48 +0200 Workshop der Vertrauensfrauen zu Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12883&cHash=7d5aa3894809de52c5c11c439fa9a6c7 Am 30. Juni 2025 trafen sich die Vertrauensfrauen der Gleichstellungsbeauftragten der Max Weber Stiftung zu einem ganztägigen Workshop in Bonn Teilnehmende reisten u. a. aus Istanbul, London, Paris, Rom, Tokyo, Warschau und Washington an. Im Fokus stand der Umgang mit Machtmissbrauch, vor allem in Form von sexualisierter Belästigung, Diskriminierung und Gewalt im Wissenschaftskontext. Referentin war Heike Pantelmann, Geschäftsführerin des Margherita-von-Brentano-Zentrums für Geschlechterforschung an der FU Berlin. Die promovierte Betriebswirtin forscht und lehrt zu Sexualisierter Gewalt, Gender, Diversity und Machtstrukturen in Organisationen. Die Teilnehmerinnen diskutierten lebhaft verschiedene Arten von unangemessenem und grenzüberschreitendem Verhalten, Methoden zur Bewusstmachung der Problematik, aber auch ihre Rolle in den Instituten.  

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news-12839 Mon, 23 Jun 2025 08:30:11 +0200 Feierliche Eröffnung des MWS Branch Office Tbilissi /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12839&cHash=6cd6cc90993de4a0f69258a01f5198c9 Vernetzung und Vertrauen – diese Themen standen im Zentrum der feierlichen Eröffnung des MWS Branch Office Tbilissi. Am 14.6.2025 feierte das Max Weber Netzwerk Osteuropa (MWNO) die Arbeit seines ersten Standorts mit der Präsidentin der MWS Ute Frevert, dem deutschen Botschafter in Georgien Ernst Peter Fischer sowie Kolleg*innen aus dem gesamten Südkaukasus im Goethe-Institut Georgien und gab zugleich Einblicke in die Arbeit zu und in der Region. Die Direktorin des MWNO Sandra Dahlke stellte die Arbeit im Südkaukasus in den Kontext des dezentralen Netzwerkes mit seinen Standorten entlang der interimperialen Kontaktzonen in Osteuropa. Sie betonte die Vernetzungs- und Brückenfunktion, die das MWNO zwischen Gastländern und Deutschland mit dem Max Weber Forum Helsinki, dem zusammen mit dem DHI Warschau betriebenen Standort in Vilnius sowie dem Büro in Tbilissi versieht. Sandra Dahlke verwies auch auf die Arbeit der Forschungsstelle Ukraine.

Zugleich hatte die Feier eine traurige Note: der Tod von Andreas Hilger, der seit Herbst 2023 mit seinem Team Aufbau und Vernetzung des Büros in Tbilissi voller Elan vorangetrieben hatte, jährte sich am 15.6.2025 zum ersten Mal. Mit einem in memoriam würdigten die Anwesenden sein Wirken im Rahmen des MWNO und der MWS in und jenseits des Kaukasus.

In seinem Grußwort nahm Ernst Peter Fischer Bezug auf die Rolle von verschiedenen Traumata für die Geschichte der Region. Seiner Besorgnis hinsichtlich der Zivilgesellschaft im Südkaukasus stellte Ute Frevert ihr Vertrauen in das kritische Potential von Wissenschaft gegenüber. Zudem bekräftigte sie das Engagement der MWS in Osteuropa trotz der tektonischen Veränderungen, die der russische Angriffskrieg auf die Ukraine mit sich gebracht hat.

Tamar Keburia (Tbilissi) und Ruslan Baramidze (Batumi) berichteten über Ihre Erfahrungen mit dem Deutschlandstipendium für Wissenschaftler*innen aus dem Südkaukasus. Auch sie unterstrichen die Zentralität von Vernetzung und Vertrauen für ihre Arbeit.

Der neue Leiter des Büros in Tbilissi und stellvertretende Direktor des MWNO Moritz Florin hob die Bedeutung des Büros für den Südkaukasus hervor. Es gelte in der Forschung transnationale Vernetzung und globale Perspektiven voranzutreiben und zugleich den Standort Tbilissi zu nutzen, um neu auf die transregionale Geschichte der eurasischen Imperien zu blicken.

Eine transregionale Perspektive auf den Kaukasus entwickelte auch der Festvortrag. Mit seinen Ausführungen zur Formierung von Heiligenverehrung vor 780 n. Chr. bettete Bryan Ward-Perkins (Oxford) die Region in den weiteren Kontext der Spätantike ein. Er verglich dazu die in armenisch- und georgischsprachiger Überlieferung festgehaltenen Praktiken mit denen in koptischen, griechischen, lateinischen und altsyrischen Quellen. Zu klären war, warum Christen begannen, Heiligen aus vorangegangenen Jahrhunderten eine Bedeutung für die eigene Gegenwart zuzuschreiben. Angesichts der Rolle von Zuschreibungen in Geschichte und Gegenwart eine passende Frage auch für die Arbeit des MWNO, nicht zuletzt im Südkaukasus.

 

Text: Maike Lehmann

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news-12798 Thu, 22 May 2025 12:47:00 +0200 Stiftungskonferenz »Denken zwischen den Sprachen« /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12798&cHash=80649546685ab5da4444d1199f969062 Am 13. und 14. Mai lud das DFK Paris zur Jahreskonferenz der Max Weber Stiftung über »Denken zwischen den Sprachen. Übersetzung als Paradigma der Geisteswissenschaften« am Goethe-Institut in Paris ein. Ausgehend von der Übersetzung unübersetzbarer Konzepte in Philosophie und Religion (Barbara Cassin und David Lemler im Gespräch mit Peter Geimer) über transkulturelle Beziehungen in der Kunstgeschichte (Anne Lafont und Lena Bader) bewegte sich die Tagung zwischen verschiedenen Sprachen, Textsorten und Kulturräumen (u. a. Japanisch: Nicole M. Müller; Türkisch: Christoph K. Neumann; Hebräisch: Ossnat Sharon-Pinto; Arabisch: Stefan Weidner), und folgte dabei Begriffen und Personen in dieser Bewegung, mit Vladislav Rjéoutski etwa russischen Diplomaten des 18. Jahrhunderts. Durchwegs zeigte sich, dass Übersetzungen nie bloß ein Transfer von Informationen von einer Sprache in die andere sind, sie bringen stets auch Weltanschauungen oder Wissensordnungen in Dialog oder Konfrontation zueinander.

Es wurde über Freuden und Unfreuden des Übersetzens von Texten mit unterschiedlichen literarischen oder politischen Ansprüchen gesprochen (Olivier Mannoni), über historisch wandelbare und kontextuell spezifische Kriterien der Qualität und Adäquatheit von Übersetzungen und über die Fragen, die sich für Übersetzer*innen durch Künstliche Intelligenz stellen. Die Grenzen des Sagbaren und die persönliche Motivation wie gesellschaftliche Verantwortung, sich der nie abgeschlossenen Aufgabe einer Übersetzung des Schweigens zu stellen, wurden in einem von Elissa Mailänder moderierten Gespräch zwischen Carolin Emcke und Annette Wieviorka thematisiert.

Das abschließende Podium mit Vertreter*innen der Max Weber Institute in Delhi, London, Rom, Tokio, Washington und Warschau, deren Aufgabe als Übersetzer zwischen den Sprachen, aber auch zwischen verschiedenen (Wissenschafts-)Kulturen diskutiert wurde, machte deutlich, dass Übersetzen als komplexer Prozess und vielschichtige Herausforderung weiterhin wichtiger und inspirierender Bestandteil unserer Tätigkeit bleiben wird, denn: »… die Sprache der Welt ist die Übersetzung«, wie Barbara Cassin schreibt.
 

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news-12723 Thu, 10 Apr 2025 12:47:30 +0200 Neuer stellvertretender Direktor des Max Weber Netzwerks Osteuropa /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12723&cHash=1bc9c3d09f3f22f2ae16b5dc497e0f18 Moritz Florin übernimmt ab April 2025 die stellvertretende Direktion des Max Weber Netzwerks Osteuropa sowie, damit verbunden, die Leitung des neuen Büros in Tbilisi. Er ist habilitierter Osteuropahistoriker mit Schwerpunkten in der Geschichte des russisch-sowjetisch geprägten imperialen Raumes. Als Leiter des Büros in Tbilisi tritt er in die Fußstapfen von Andreas Hilger und wird den bereits etablierten globalhistorischen Schwerpunkt weiterführen. Daneben plant er eigene Forschungen zu Südkaukasus und Zentralasien als Regionen transkontinentaler Abgrenzung und Interaktion. 

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news-12569 Wed, 22 Jan 2025 09:56:18 +0100 Die Max Weber Stiftung verlässt Plattform X /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12569&cHash=22a56a138bd6ad3e9a263be6934190d3 Die Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung beendet ihre Aktivitäten auf der Plattform X (ehemals Twitter) zum 24.01.2025. Sie wird in Zukunft, ebenso wie ihre Projektpartner OPERAS und de.hypotheses, ausschließlich alternative Kommunikationswege nutzen, um den Austausch mit der Öffentlichkeit und der wissenschaftlichen Community weiterhin auf einer Grundlage von Transparenz und Vertrauenswürdigkeit sicherzustellen. Dazu unterhält die Geschäftsstelle der Stiftung Accounts auf folgenden Plattformen, deren Entwicklung sie ebenfalls weiterhin verfolgen wird:

  • Bluesky
  • Mastodon
  • LinkedIn
  • Facebook
  • Instagram

Abseits der sozialen Medien informiert die Geschäftsstelle für die gesamte Max Weber Stiftung auf ihrer Homepage, im Newsletter MWS News, im Forschungsmagazin Weltweit vor Ort, im Podcast Wissen entgrenzen und im Rahmen der Veranstaltungsreihe Geisteswissenschaft im Dialog über die Arbeit der Stiftung und ihrer Auslandsinstitute.


Das Statement unserer Partner von OPERAS finden Sie hier.

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news-12553 Tue, 14 Jan 2025 13:48:20 +0100 Report über Desinformation und Trust von OPERAS veröffentlicht /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12553&cHash=b16c0706a8f83a79abf30fb82798a337 OPERAS, die Forschungsinfrastruktur für open scholarly communication in the social sciences and humanities, hat einen Bericht mit dem Titel „Fostering Trust in the Digital Age“ veröffentlicht. Der Report enthält über 25 Beiträge aus dem TrustOn2024-Workshop und einer Session auf dem Science Summit bei der 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen. Er zeigt verschiedene Perspektiven von Expert*innen zur Bekämpfung von Desinformation und zur Stärkung des Vertrauens in Wissenschaft und digitale Ökosysteme auf.

Zum Report

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news-12417 Tue, 01 Oct 2024 13:39:55 +0200 Stellungnahme zur Situation am Orient-Institut in Beirut /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12417&cHash=ccb80e060c96a7d80a1ebe2b390de2c1 Die Max Weber Stiftung (MWS) ist durch ihr Institut in Beirut unmittelbar von der militärischen Eskalation des Nahostkonfliktes im Libanon betroffen. Zwar ist es unser Auftrag und unser Anliegen, auch in politisch schwierigen Zeiten den Dialog mit den Wissenschaftler*innen vor Ort zu führen. Die jüngsten Ereignisse lassen jedoch einen normalen Forschungsbetrieb nicht länger zu, weshalb das Orient-Institut vorübergehend geschlossen wurde.
Wir sind bemüht, die Sicherheit unserer Kolleg*innen und Kooperationspartner*innen und ihrer Angehörigen zu gewährleisten, und hoffen auf eine schnellstmögliche diplomatische Lösung, die der Zivilbevölkerung im Süden Libanons und im Norden Israels ein Leben in Frieden ermöglicht.

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news-12285 Thu, 20 Jun 2024 12:04:41 +0200 Trauer um PD Dr. Andreas Hilger /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12285&cHash=13d2e067f7a96c4eb666ead1549641a8 Andreas Hilger ist am 15. Juni im Alter von 57 Jahren zu unserer großen Bestürzung und für uns alle völlig unerwartet verstorben. Andreas Hilger leitete seit September 2023 als Stellvertretender Direktor des neu gegründeten Max Weber Netzwerks Osteuropa das Büro der Max Weber Stiftung in Georgien. Von 2019 bis 2023 war er Stellvertretender Direktor des DHI Moskau. Zuvor hatte er seit 2016 für das DHI Moskau das Forschungs- und Digitalisierungsprojekt „Sowjetische und deutsche Kriegsgefangene und Internierte“ geleitet. Andreas Hilgers wissenschaftliche Interessen waren außergewöhnlich weitgefächert. Seine Arbeitsfelder umfassten die Geschichte Deutschlands, die Geschichte Russlands und der UdSSR sowie die Geschichte Südasiens vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Andreas Hilger war ein außergewöhnlich produktiver Wissenschaftler. Seine Publikationen widmen sich NS-Verbrechen und ihrer juristischen Aufarbeitung, der Entwicklung des internationalen Strafrechts, Sicherheitskonzepten und -strukturen seit dem 19. Jahrhundert, der Geschichte der Geheimdienste im Kalten Krieg sowie der Erinnerungskultur. Einen markanten Schwerpunkt seiner Forschungen bildeten internationale und globale Verflechtungs- und Entflechtungsprozesse, zu nennen sind insbesondere Strategien des Imperialismus, Prozesse der Dekolonisierung, der Kalte Krieg und dessen Nachwirkungen. Zuletzt arbeitete Andreas Hilger an einem Projekt über Peacekeeping-Unternehmungen und -Ansätze im postsowjetischen Raum, das er nicht mehr abschließen konnte.

Andreas Hilger hat mit sehr viel Umsicht das Büro der Max Weber Stiftung in Georgien aufgebaut und sich in kürzester Zeit in Georgien und Armenien höchste Anerkennung erworben. Die Mitarbeiter*innen des DHI Moskau, des Max Weber Netzwerks Osteuropa und des Büros in Tbilissi konnten sich, auch in schweren Situationen, immer auf seine Sachkenntnis und seine verständnisvolle Unterstützung verlassen. Wir alle werden Andreas Hilger, seine unprätentiöse zugewandte Art, seine Freundlichkeit, seinen tatkräftigen Optimismus und seinen Humor sehr vermissen. Wir bleiben unserem Freund und Kollegen in großer Dankbarkeit verbunden.

Ute Frevert, Sandra Dahlke, Harald Rosenbach

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news-12274 Tue, 18 Jun 2024 15:13:05 +0200 Stellungnahme der Max Weber Stiftung zur Listung des Deutschen Historischen Instituts Moskau als „unerwünschte Organisation“ in Russland /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12274&cHash=4311aa037faebc1169825b97069704d1 Das Justizministerium der Russischen Föderation hat das Deutsche Historische Institut (DHI) Moskau auf die Liste ausländischer Einrichtungen gesetzt, deren Tätigkeit in Russland als „unerwünscht“ gilt. Diese Nachricht trifft die Max Weber Stiftung nicht unvorbereitet. Mit Bedauern und Besorgnis nehmen wir zur Kenntnis, dass das DHI Moskau fortan in Russland als „unerwünschte Organisation“ gilt. Diese Entscheidung stellt einen schweren Schlag gegen die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit dar. Sie war im Zuge der politischen Entwicklung in Russland vorhersehbar.

Das DHI Moskau war seit seiner Gründung im Jahr 2005 ein Ort des internationalen offenen wissenschaftlichen Austauschs und der Forschung. Es hat mit seinen Stipendien mehrere hundert Nachwuchswissenschaftler*innen in Russland gefördert. Mit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die gesamte Ukraine hat das Institut seine Stipendienprogramme, seine institutionellen Kooperationen mit staatlichen russischen Einrichtungen und die Veranstaltungstätigkeit eingestellt, lediglich zentrale Dienstleistungen wie die Bibliothek wurden fortgeführt. Damit war die Hoffnung verbunden, die letzten Kanäle zwischen russischen und deutschen Wissenschaftler*innen vor Ort zu bewahren. Parallel dazu baute die MWS in Osteuropa ein dezentrales Netzwerk auf, wo in Tbilissi/Georgien, Vilnius/Litauen und ab Herbst in Helsinki/Finnland die Osteuropa- und Russland-Kompetenz aufrechterhalten bleiben soll. Das Max Weber Netzwerk Osteuropa schafft so Möglichkeiten für Wissenschaftler*innen, weiterhin frei und unabhängig zur russischen bzw. sowjetischen Geschichte forschen zu können.

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news-12095 Mon, 11 Mar 2024 09:04:00 +0100 Magdalena Saryusz-Wolska wird Direktorin am Deutschen Historischen Institut Warschau /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=12095&cHash=ed7074fde55ef060bc8162f782c2331f Zum 1. April 2024 übernimmt die Soziologin und Kulturwissenschaftlerin Magdalena Saryusz-Wolska die Leitung des Deutschen Historischen Instituts (DHI) in Warschau. Sie folgt auf Miloš Řezník, der turnusgemäß nach zehnjähriger Amtszeit an die Philosophische Fakultät der Technischen Universität Chemnitz zurückkehrt. Zur Pressemitteilung 

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news-11975 Thu, 21 Dec 2023 09:37:00 +0100 Aussprache des Stiftungsrates zur Wissenschafts- und Meinungsfreiheit /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=11975&cHash=aed155f7a4d89510dd93b2453ac02619 Vor dem Hintergrund der scharfen Auseinandersetzungen, die derzeit an wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland über den israelisch-palästinensischen Konflikt stattfinden, hat sich der Stiftungsrat der Max Weber Stiftung (MWS) am 18. Dezember 2023 in einer Sondersitzung mit Fragen der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit befasst. Die Stiftung tritt allen Formen des Antisemitismus entschieden entgegen. Sie lässt keinen Zweifel an der alleinigen Verantwortung der Terrororganisation Hamas für das Massaker am 7. Oktober 2023 und verurteilt alle nachfolgenden Versuche, Israel als Aggressor darzustellen. Die MWS steht an der Seite ihrer israelischen Partnerinnen und Partner, mit denen sie über die Bonner Geschäftsstelle und viele ihrer Institute seit Jahren vertrauensvoll und freundschaftlich zusammenarbeitet.

Gleichermaßen wichtig sind der Sti­­­­­­ftung die Forschungskooperation und das Gespräch mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen in den arabisch-muslimischen Gastländern ihrer Institute. Der Stiftungsrat begrüßt und unterstützt alle Bemühungen, der zunehmenden Verhärtung der Positionen im Nahost-Konflikt im Sinne der Wissenschafts- und Meinungsfreiheit kritisch-dialogisch entgegenzuwirken. Für diesen Dialog, der differenziert und respektvoll sein muss, aber auch rote Linien zu berücksichtigen hat, eignen sich die Auslandsinstitute der Max Weber Stiftung in besonderem Maße. Sie können Brücken bauen und stellen einen safe space für die Diskussion kontroverser Themen her.  

Das gilt auch und vor allem für das 1961 gegründete Orient Institut, das die Stiftung im Libanon unterhält – einem Land, das sich im Kriegszustand mit Israel befindet. Der Stiftungsrat hat sich in einer gründlichen Aussprache davon überzeugt, dass Professor Jens Hanssen, seit 1. Juli 2023 Direktor des Beiruter Instituts, für diese Leitungs- und Brückenbaufunktion sehr gut geeignet ist und dort, in seinen eigenen Worten, „mit Augenmaß und Würdigung aller Positionen handeln“ wird.  

gez.
Ute Frevert, Präsidentin der Max Weber Stiftung

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news-11864 Mon, 23 Oct 2023 09:27:54 +0200 Zum Tode von Frau Prof. Dr. Julia Obertreis /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=11864&cHash=22b2e08190ca6eb7bfc9a2ecc95bdde3 Am 11. Oktober 2023 ist Julia Obertreis im Alter von 54 Jahren gestorben. Julia Obertreis war seit 2012 Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas an der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihr Forschungsinteresse richtete sich insbesondere auf die sozialen, kulturellen und ökologischen Bedingungen menschlichen Handelns und Denkens im Russischen Reich und in der Sowjetunion. In ihrem umfassenden wissenschaftlichen Werk befasste sie sich mit sowjetischer Alltagsgeschichte, insbesondere mit der Geschichte des Wohnens in Leningrad, sowie mit der Geschichte der Wasserinfrastrukturen Zentralasiens von Beginn der imperialen Eroberungen im 19. Jahrhundert bis zum Zerfall der Sowjetunion. Zuletzt arbeitete sie an einem Projekt über die Geschichte des Rauchens und Nichtrauchens in transnationaler und globaler Perspektive, das sie nicht mehr abschließen konnte.

Julia Obertreis war seit 2016 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des DHI Moskau. Trotz ihrer schweren Krankheit setzte sie sich nach dem russischen Angriff auf die gesamte Ukraine mit aller Kraft für Kolleg*innen aus der Ukraine ein. Wir konnten uns in jeder Situation auf ihre Expertise und ihre verständnisvolle Unterstützung verlassen. Die Mitarbeiter*innen des DHI Moskau, die Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats und die gesamte Max Weber Stiftung werden Julia Obertreis, ihre Klugheit, ihr Engagement, ihre beharrliche Freundlichkeit und ihre Herzlichkeit sehr vermissen.

Ute Frevert, Sandra Dahlke, Johannes Paulmann, Harald Rosenbach

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news-11847 Fri, 13 Oct 2023 14:07:48 +0200 Stellungnahme zum Angriff auf Israel /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=11847&cHash=ebc29d6f10f8e1b1a53d350adaba2996 Die Max Weber Stiftung (MWS) ist entsetzt über die terroristischen, menschenverachtenden Angriffe der Hamas auf Israel. In Solidarität stehen wir an der Seite der israelischen Bevölkerung. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen jeglicher Nationalität und Herkunft, die nun unter Terror und Gewalt leiden müssen. Wir denken mit großer Sorge an unsere Kolleginnen und Kollegen sowie an unsere Kooperationspartnerinnen und -partner in der Region. Durch ihre institutionelle Präsenz im Nahen Osten ist es der MWS ein besonderes Anliegen, auch in politisch schwierigen Konstellationen, den Dialog über Grenzen hinweg zu fördern. Nun bleibt nur die Hoffnung, dass dieses furchtbare Blutvergießen ein schnelles Ende finden möge.

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news-11704 Mon, 10 Jul 2023 08:53:23 +0200 Bewerbungsphase für Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen 2023 gestartet /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=11704&cHash=c9b6b3ffc848f7bb7fa238c5c57c965f Die Max Weber Stiftung (MWS) vergibt einmal jährlich Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen an international orientierte Forschende in der Qualifikationsphase. Bewerbungen werden bis zum 6. Oktober 2023 entgegengenommen. Insgesamt drei Monate können herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen in mindestens zwei und maximal drei Gastländern der Institute und Außenstellen der MWS bzw. dem Richard Koebner Minerva Center for German History in Jerusalem Recherchen für ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben durchführen. Mit den Reisebeihilfen werden länderübergreifende Forschungsarbeiten gefördert, die der Wissenschaft neue und originelle Impulse verleihen.

Reisebeihilfen können für folgende Länder und Regionen beantragt werden: Ägypten, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Libanon, Litauen, Polen, Singapur, Tschechische Republik, Türkei, USA. Die Förderung umfasst die Fahrtkosten für die Hin- und Rückreise sowie Tagessätze in Form von Pauschalen, deren Höhe je nach Zielland variiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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news-11666 Mon, 19 Jun 2023 17:35:00 +0200 Stellungnahme der Max Weber Stiftung zur geplanten Revision des WissZeitVG /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=11666&cHash=8a34b9aa872d016de852c334e4801d2f Die Max Weber Stiftung (MWS) bringt sich mit dieser Stellungnahme in den Konsultationsprozess zu den derzeit vorgeschlagenen Änderungen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ein. Die MWS teilt das grundsätzliche Ziel einer frühen Planbarkeit wissenschaftlicher Karrieren. Sie teilt aber auch die Bedenken der Fachverbände und Wissenschaftsorganisationen und deren Hinweis auf die Folgen, die die Verkürzung der zweiten Qualifikationsphase für die Betroffenen sowie für die Qualität von Forschung und Lehre haben wird. Diese Negativeffekte würden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die während ihrer Postdoktorandenphase an den Auslandsinstituten der MWS arbeiten, in besonderem Maße treffen und eine Provinzialisierung und Renationalisierung der deutschen Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften bewirken.


Mit ihren elf geistes-, sozial- und regionalwissenschaftlichen Instituten im Ausland leistet die MWS einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung der Netzwerke und Ausweitung der Auslandskompetenz an den deutschen Universitäten. Ein zentraler Auftrag der MWS-Institute ist es, deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Qualifikationsphase weltweit vor Ort forschen und langfristige Kontakte knüpfen zu lassen. Generationen von Professorinnen und Professoren in der Japanologie, in den Orientwissenschaften, der Geschichte der west-, süd- und osteuropäischen Länder, der Geschichte Nordamerikas, der Kunst- und Kolonialgeschichte haben die deutsche Forschungslandschaft in den letzten fünf Jahrzehnten zunehmend internationalisiert, gerade weil sie als Postdocs mehrjährige Aufenthalte (durchschnittlich viereinhalb Jahre) forschend an einem MWS-Institut verbringen konnten.


Dass die wissenschaftlichen Qualifikationsstellen an den elf Auslandsinstituten zeitlich befristet sind, entspricht dem Stiftungsauftrag, ein kontinuierliches Internationalisierungsangebot für deutsche Forschende bereitzustellen. Die Funktionsbeschreibung dieser Stellen zielt darauf ab, sich forschend für eine Universitätsprofessur zu qualifizieren. Daueraufgaben ohne qualifizierende Wirkung sind im Stellenprofil der Institute nicht enthalten.


Wissenschaftliche Mitarbeitende, deren Arbeitsverträge dem WissZeitVG unterliegen, werden aus Deutschland an die MWS-Institute im Ausland entsandt; die Laufzeit der Verträge beträgt in der Regel 3 plus 2 Jahre. Die Entsendung ist inkompatibel mit einer Entfristung, da die Vorgaben des BMBF unbefristete Entsendungen sowie spätere Entfristungen grundsätzlich ausschließen.
Der vorübergehende Wechsel ins Ausland ist fast immer mit Zeitverlusten verbunden, die u.a. durch Visabeschaffung, Spracherwerb und Umzug ins Ausland entstehen. Eine Begrenzung der Postdoc-Phase auf drei Jahre würde deshalb Kandidatinnen und Kandidaten an deutschen Universitäten zweifellos davon abhalten, ins Ausland zu ziehen. Das aber hätte langfristig nachteilige Folgen für die deutsche Forschungslandschaft in den Geistes- und Sozialwissenschaften.


Daher schlägt die MWS folgendes vor:


Auslands-Forschungsaufenthalte von über einem Jahr sollen grundsätzlich mit einem Faktor von maximal 0,5 auf der ‚Uhr‘ des WissZeitVG angerechnet werden. Dies würde erhebliche Internationalisierungsanreize schaffen.


Alternativ wäre eine Mindestlaufzeit von sechs Jahren in der Postdoc-Phase anzustreben.


Diese Stellungnahme wird von den wissenschaftlichen Mitarbeitenden in der Qualifikationsphase sowie von den Direktorinnen und Direktoren der Institute gemeinsam getragen.

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news-11631 Thu, 01 Jun 2023 10:55:13 +0200 Polnischer Politiker verhindert Vortrag am Deutschen Historischen Institut in Warschau: Stellungnahme der Max Weber Stiftung /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=11631&cHash=c7ebbac71645fdd80161c3ad168d4363 Die Max Weber Stiftung verurteilt den Angriff auf eine gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Historischen Instituts und der Historischen Fakultät der Universität Warschau. Dort war es durch einen polnischen Politiker und Parlamentsabgeordneten zu massiven Störungen und Sachbeschädigungen gekommen, sodass der Vortrag abgebrochen werden musste. Am Abend des 30. Mai sollte der renommierte Historiker Jan Grabowski (Universität Ottawa) am Deutschen Historischen Institut in Warschau (DHI Warschau) einen Vortrag zum Thema „Das polnische (wachsende) Problem mit der Geschichte des Holocausts“ in polnischer Sprache halten. Er folgte einer gemeinsamen Einladung der Historischen Fakultät der Universität Warschau und des DHI. Der Vortrag musste jedoch nach circa zehn Minuten aufgrund fortwährender Störungen abgebrochen werden. Der Vorsitzende der Konfederacja Korony Polskiej und Sejm-Mitglied, Grzegorz Braun, hatte das Institut betreten und die Veranstaltung unter Vorzeigen seines Abgeordnetenausweises nachhaltig gestört. Um Jan Grabowski am Vortrag zu hindern, beschädigte er das Rednerpult, Mikrofon und Laptop.

Das DHI Warschau zählt zu den elf Auslandsinstituten der Max Weber Stiftung. „Die Auslandsinstitute der Stiftung tragen zur Vernetzung unterschiedlicher Wissenschaftskulturen bei und geben Forschenden Raum, in einem intellektuell anregenden Umfeld frei und ungehindert an ihren Themen zu arbeiten. Dabei ist ihnen der offene Dialog mit ihren Partnerinnen und Partnern vor Ort ganz besonders wichtig“, so MWS-Präsidentin Ute Frevert. „Dass dieser Freiraum in Warschau so massiv verletzt wurde, ist besorgniserregend. Wir verurteilen den gewalttätigen Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit auf das Schärfste und sprechen Jan Grabowski, den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Historischen Fakultät der Universität Warschau und den Kolleginnen und Kollegen am DHI Warschau unsere Solidarität und Unterstützung aus.“

Der Vortrag von Jan Grabowski wurde am Folgetag in den Räumlichkeiten der Historischen Fakultät an der Universität Warschau nachgeholt.

 

Die Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) fördert die Forschung mit Schwerpunkten auf den Gebieten der Geschichts-, Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in ausgewählten Ländern und damit das gegenseitige Verständnis. Sie unterhält zurzeit weltweit elf Institute sowie weitere Forschungsgruppen und Büros. Durch eine unmittelbare Nähe zu den Forschungsgegenständen und im Austausch unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen bietet die MWS beste Voraussetzungen für exzellente grenzüberschreitende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung. 

Das Deutsche Historische Institut Warschau (DHI Warschau) betreibt innovative Grundlagenforschung, die die polnische Geschichte in ihren  europäischen Bezügen und die deutsch-polnische Beziehungsgeschichte in ihrer gesamten  chronologischen Tiefe und thematischen Breite in den Blick nimmt. Das Institut unterstützt darüber hinaus den geschichtswissenschaftlichen Diskurs auf nationaler und internationaler Ebene. An den beiden Außenstellen in Vilnius und Prag fördert es seit 2017 zudem wissenschaftliche Forschungen zur tschechischen, litauischen, deutschen und polnischen Geschichte im europäischen Kontext.

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news-11621 Thu, 25 May 2023 15:13:20 +0200 Sonderstipendien der MWS für vom Erdbeben in der Osttürkei betroffene Studierende /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=11621&cHash=baa0038d0d64f93e4b47fb8cbd138878 Vier Studierende an türkischen Universitäten erhalten nach Auswahl durch das Orient-Institut Istanbul ein Sonderstipendium der Max Weber Stiftung. Die Max Weber Stiftung (MWS) hat in Reaktion auf das verheerende Erdbeben, das am 6. Februar die Osttürkei erschütterte, Sonderstipendien für Studierende eingerichtet, die besonders stark von dieser Naturkatastrophe betroffen waren. Das Orient-Institut Istanbul hat vier Studierende an türkischen Universitäten für diese Stipendien ausgewählt.

Die eigens eingerichteten ein- bzw. zweijährigen Sonderstipendien haben das Ziel, den betroffenen Studierenden den Abschluss ihres geisteswissenschaftlichen Studiums zu ermöglichen. Sie sollen den finanziellen Druck mindern und den Studierenden die Chance geben, ihre akademische Laufbahn trotz der schwierigen Umstände fortzusetzen.

Zur Website des Orient-Instituts Istanbul

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news-8428 Tue, 07 Mar 2023 09:15:33 +0100 Jens Hanssen wird Direktor am Orient-Institut Beirut /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8428&cHash=6ec756c8edcd4a0dd5297f5e209b82dc Der Stiftungsrat der Max Weber Stiftung hat Historiker Jens Hanssen zum 1. Juli 2023 als neuen Direktor des Orient-Institut Beirut (OIB) berufen. Er folgt auf Thomas Würtz, der das Institut seit Oktober 2022 kommissarisch leitete. Von 2017 bis 2022 war Birgit Schäbler Direktorin des OIB. Professor Jens Hanssen lehrt seit 2002 zur Geschichte des Nahen Ostens und des Mittelmeerraums an der Universität Toronto. Zuvor war er unter anderem DAAD Forschungsstipendiat der American University of Beirut und Stipendiat des Orient-Instituts, wo er 1999 auch dem akademischen Beratungsausschuss des libanesischen Ministeriums für Kultur und Hochschulbildung angehörte. Hanssen hat an der Universität Oxford über die moderne Stadtgeschichte Beiruts promoviert, war Sokrates-Stipendiat am Maison Méditerranéenne des Sciences de l'Homme der Universität Aix-en-Provence/Marseille und hatte ein Postdoc-Stipendium der Thyssen-Stiftung zur Erforschung der arabischen Renaissance.

Weitere Informationen hier.

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news-8427 Tue, 07 Mar 2023 09:10:50 +0100 Neue Präsidentin: Ute Frevert folgt auf Hans van Ess /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8427&cHash=b3443fbfc93d697446260d50beacedad Nach acht Jahren Amtszeit hat die Max Weber Stiftung ihren Präsidenten Hans van Ess verabschiedet. Er wurde abgelöst von der Berliner Historikerin Ute Frevert, die die Präsidentschaft zum 1. März 2023 übernommen hat. Ute Frevert wurde von Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger zur Präsidentin der Max Weber Stiftung (MWS) berufen. „Die Institute der Max Weber Stiftung sind stolze Leuchttürme der deutschen Geisteswissenschaften rund um die Welt und sollen es bleiben. Dazu möchte ich beitragen, darauf freue ich mich“, so Ute Frevert vor ihrem Amtsantritt. Sie ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und leitet dort den Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Sozial- und Kulturgeschichte der Moderne. Ute Frevert wird nach Wolfgang Schieder (Universität zu Köln), Heinz Duchhardt (Universität Mainz) und Hans van Ess (LMU München) die erste Frau an der Spitze der MWS und möchte als Präsidentin die transnationale Zusammenarbeit der Auslandsinstitute untereinander sowie die Sichtbarkeit der Stiftung im politischen Raum stärken.

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news-8367 Thu, 12 Jan 2023 10:56:00 +0100 Klaus Oschema wird neuer Direktor am Deutschen Historischen Institut Paris /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8367&cHash=d777dc1d548358d42447165ef87b7ed9 Zum 1. September 2023 übernimmt der Bochumer Mediävist Klaus Oschema die Leitung des Deutschen Historischen Instituts in Paris. Er folgt auf Thomas Maissen, der turnusgemäß nach zehnjähriger Amtszeit an die Universität Heidelberg zurückkehrt. Klaus Oschema wurde 2004 an der TU Dresden und der École Pratique des Hautes Études in Paris promoviert und 2012 mit einer Arbeit über „Bilder von Europa im Mittelalter“ an der Universität Heidelberg habilitiert. Von 2009 bis 2014 war er Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina. Im November 2015 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ernannt und forschte anschließend als Gerda-Henkel-Member am Institute for Advanced Study in Princeton NJ. Seit 2017 ist Klaus Oschema Professor für Geschichte des Mittelalters, insbesondere des Späten Mittelalters, an der Ruhr-Universität Bochum, wo er von 2019 bis 2021 auch das Historische Institut geschäftsführend leitete. Seit seiner Dissertation über „Freundschaft und Nähe im spätmittelalterlichen Burgund“ beschäftigt sich Klaus Oschema mit Themen aus der Geschichte des spätmittelalterlichen Frankreich und der benachbarten Gebiete.

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news-8366 Thu, 10 Nov 2022 10:54:00 +0100 Internationaler Forschungspreis der Max Weber Stiftung geht an Rachel Renault /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8366&cHash=da5ae2da6aade03bb6be675aac1c83b9 Die französische Historikerin Dr. Rachel Renault ist die diesjährige Preisträgerin des Internationalen Forschungspreises der Max Weber Stiftung. Sie wurde vom Deutschen Historischen Institut Paris nominiert und forscht zum vormodernen deutschen Steuerwesen. Dr. Rachel Renault: „Meine Arbeit über das Alte Reich profitiert insbesondere von transnationalen Verbindungen. Als französische Deutschlandforscherin muss man die Art und Weise, wie Fragen in beiden Ländern gestellt werden, zwangsläufig verändern. Dies bereichert die Forschung auf beiden Seiten. Ich fühle mich sehr geehrt durch diesen Preis, der eine Arbeit würdigt, die ohne die zahlreichen Verbindungen zwischen französischen und deutschen Forscherinnen und Forschern nicht möglich gewesen wäre.“

Der Internationale Forschungspreis richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Beginn ihrer Karriere und ist mit 5.000 Euro dotiert. Er wird alle zwei Jahre vergeben.

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news-8365 Sat, 01 Oct 2022 10:52:00 +0200 Christoph K. Neumann ist neuer Direktor des OI Istanbul /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8365&cHash=352d13ab17d3c54835dd9cf817789eb2 Christoph K. Neumann hat am 1. Oktober 2022 die Leitung des Orient-Instituts (OI) Istanbul übernommen. Er wurde 1992 an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München promoviert und 2006 in Neuerer und Neuester Geschichte habilitiert. Nach Stationen u. a. an der Karls-Universität Prag, an der Technischen Universität Istanbul sowie an der Istanbuler Bilgi-Universität ist er seit 2008 Professor für Türkische Studien am Institut für den Nahen und Mittleren Osten der LMU München. Von 2009 bis 2016 hatte er parallel zu seiner Professur an der LMU einen Lehrauftrag an der Istanbuler Bilgi-Universität. Er war bereits von 1993 bis 1996 in Istanbul tätig, als das Institut noch eine Außenstelle des OI Beirut war. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte und Kultur der Türkei und des Osmanischen Reiches.

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news-8364 Sat, 01 Oct 2022 10:50:00 +0200 Peter Geimer ist neuer Direktor des DFK Paris /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8364&cHash=a2bf433b4254bdb236115f312f0fee3e Peter Geimer übernimmt zum 1. Oktober 2022 die Leitung des Deutschen Forums für Kunstgeschichte (DFK Paris). Er folgt damit Thomas Kirchner, der turnusgemäß nach achtjähriger Amtszeit ausscheidet. Peter Geimer wurde 1997 an der Universität Marburg promoviert und 2008 an der Universität Basel habilitiert. Nach Stationen am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, der Universität Konstanz, der ETH Zürich und der Universität Bielefeld ist er seit 2010 Professor für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. Dort war er von 2012 bis 2016 als geschäftsführender Direktor des Kunsthistorischen Instituts tätig. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Theorie und Geschichte der Fotografie, der Malerei des 18. bis 20. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf Frankreich, der Historienmalerei und dem Historienfilm sowie in der Wissenschaftsgeschichte.

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news-8363 Thu, 01 Sep 2022 10:46:00 +0200 Ute Frevert wird neue Präsidentin der Max Weber Stiftung /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8363&cHash=df30b07460226c782f4317d4409f1f18 Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger hat die Berliner Historikerin Ute Frevert zur neuen Präsidentin der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (MWS) berufen. Ute Frevert löst zum 1. März 2023 den Münchener Sinologen Hans van Ess ab. Sie ist Direktorin des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin und leitet dort den Forschungsbereich „Geschichte der Gefühle“. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Sozial- und Kulturgeschichte der Moderne. Nach den Präsidenten Wolfgang Schieder (Universität zu Köln), Heinz Duchhardt (Universität Mainz) und Hans van Ess ist Ute Frevert die erste Frau an der Spitze der MWS.

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news-8129 Mon, 11 Jul 2022 09:11:58 +0200 Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8129&cHash=bcbd204eb067728cbe59c4c01c090cc2 Die Max Weber Stiftung (MWS) vergibt einmal jährlich Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen an international orientierte Forschende. Bewerbungen werden noch bis zum 7. Oktober 2022 entgegengenommen. Insgesamt drei Monate können herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in mindestens zwei und maximal drei Gastländern der Institute und Außenstellen der MWS bzw. dem Richard Koebner Minerva Center for German History Recherchen für ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben durchführen. Mit den Reisebeihilfen werden länderübergreifende Forschungsarbeiten gefördert, die der Wissenschaft neue und originelle Impulse verleihen.

Reisebeihilfen können beantragt werden für folgende Länder und Regionen: Ägypten, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Libanon, Litauen, Polen, Singapur, Tschechische Republik, Türkei, USA. Die Förderung umfasst die Fahrtkosten für die Hin- und Rückreise sowie Tagessätze in Form von Pauschalen, deren Höhe je nach Zielland variiert.

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news-8091 Tue, 14 Jun 2022 09:01:19 +0200 Bundesministerin für Bildung und Forschung Bettina Stark-Watzinger besuchte das DHI Washington /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=8091&cHash=67d36bd58ae532385ba04dfb21a5ca79 Am 8. Juni 2022 besuchte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, das Deutsche Historische Institut Washington (DHI) für eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion mit Abendempfang. Am 8. Juni 2022 besuchte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, das Deutsche Historische Institut Washington (DHI) für eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion mit Abendempfang. „Das war eine große Ehre für unser Institut und für die deutschen Geisteswissenschaften im Ausland insgesamt,“ kommentiert Direktorin Simone Lässig.

Das DHI Washington mit seinem Pacific Office an der UC Berkeley ist ein Zentrum für historische Forschung und Teil der Max Weber Stiftung, die vom Bundesministerium für Forschung und Bildung finanziert wird. „Mit unseren Forschungsthemen sowie mit unseren Konferenzen und Programmen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, unseren Publikationen und unseren digitalen Initiativen sind wir – wie alle Max Weber-Institute weltweit – ein einzigartiger Brückenbauer,“ hob Simone Lässig in ihrer Begrüßung hervor. „Wir bauen Brücken zwischen Europa und Nordamerika, innerhalb Amerikas sowie zwischen der pazifischen und der atlantischen Welt. Wir bauen Brücken zwischen verschiedenen Disziplinen, zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, einschließlich der Politik, und zwischen Tradition und Innovation.“

In der Podiumsdiskussion Transatlantic Relationships in Science and Technology, die von der Direktorin des DHI Washington moderiert wurde, diskutierten vier amerikanische Experten mit der Bundesministerin und einer Repräsentantin der EU in den USA über das Verhältnis von Grundlagenforschung und Wissenstransfers, die Bedeutung nachhaltiger Forschungsinfrastrukturen, die Freiheit wertebasierter Forschung sowie die Grenzen internationaler Zusammenarbeit. Simone Lässig freute sich, dass „Ministerin Bettina Stark-Watzinger großes Interesse an der Forschung unserer Fellows gezeigt hat und ihr Besuch ihnen eine hervorragende Gelegenheit bot, ihre Projekte mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Feldern der Politik und Wissenschaft zu diskutieren.“

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news-7919 Mon, 28 Feb 2022 13:18:00 +0100 Max Weber Stiftung zutiefst schockiert über Invasion der Ukraine /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=7919&cHash=02a8a1945627229dfaa7e08e64ca4eaf Die Max Weber Stiftung (MWS) ist bestürzt über die kriegerische Aggression gegen die Ukraine und bekundet der Wissenschaft und der Bevölkerung des Landes ihre Unterstützung. „Die MWS und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit sind schockiert über den durch nichts zu rechtfertigenden Angriff Russlands gegen die Ukraine. Wir denken mit großer Sorge an diejenigen, die von den Kriegshandlungen betroffen sind. Unsere Institute dienen den Geistes- und Sozialwissenschaften in Deutschland und in ihren jeweiligen Gastländern seit langem als Stätten der Forschung, der wissenschaftlichen Qualifizierung und des internationalen akademischen Austauschs. Die Beziehungen zu unseren Partnern in den Gastländern sind überall von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägt. Umso mehr trifft uns die aktuelle Situation“, sagt Hans van Ess, Präsident der Max Weber Stiftung.

Die MWS-Institute dienen der friedlichen internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften. Sie widmen sich der Forschung, Nachwuchsförderung und Vermittlung. Zu diesem Zwecke sind die Institute gegründet worden, auch in den Ländern, gegen die Deutschland einen verheerenden Vernichtungskrieg geführt hat. Die Institute sind von unschätzbarem Wert, wo politische Spannungen die wissenschaftliche Freiheit bedrohen, wo Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Druck stehen oder eine belastete Vorgeschichte den Dialog erschwert.

„Der Krieg in der Ukraine bedeutet einen erheblichen Rückschlag für alle, die sich auch unter schwierigen Umständen für Verständigung und Dialog einsetzen“, so van Ess weiter, „wir werden aber gerade in dieser Situation alle Anstrengungen unternehmen, um die Möglichkeiten der Wissenschaft als Brückenbauer zu nutzen. In diesem Sinn wird die MWS auch Anlaufstelle für betroffene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sein.“

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news-7544 Tue, 13 Jul 2021 09:13:00 +0200 Die Max Weber Stiftung und das Historische Kolleg trauern um Włodzimierz Borodziej /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=7544&cHash=f7e66e70b0bfc109907e9c9ac66993e0 Am 12. Juli 2021 ist der polnische Historiker Włodzimierz Borodziej im Alter von nur 64 Jahren überraschend verstorben. Włodzimierz Borodziej war einer der profiliertesten Forscher der Geschichte Polens, Deutschlands und Ostmitteleuropas im 20. Jahrhundert. Seit Jahrzehnten vermittelte er zwischen den nationalen Wissenschaftskulturen und brachte die Geschichte des jeweils anderen Landes auch einer breiteren Öffentlichkeit nahe. Włodzimierz Borodziej ist es damit gelungen, die belastenden Erfahrungen der deutsch-polnischen Geschichte verständlich, konstruktiv und sachlich aufzuarbeiten. Erst im vergangenen Jahr wurde er für seine Verdienste um die Förderung der deutsch-polnischen Wissenschaftsbeziehungen mit dem Internationalen Forschungspreis der Max Weber Stiftung beim Historischen Kolleg geehrt.

Die Max Weber Stiftung und das Historische Kolleg trauern um den zu früh Verstorbenen. Seine Stimme wird in Zukunft fehlen.

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news-7517 Wed, 07 Jul 2021 09:38:00 +0200 Forschungsaufenthalte im Ausland ermöglichen /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=7517&cHash=4071738c8c362ba4045fb145e28ec7d7 Forschungsaufenthalte im Ausland ermöglichen Die Max Weber Stiftung (MWS) vergibt mit Unterstützung der Peters-Beer-Stiftung sowie der Marga und Kurt Möllgaard-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen an international orientierte, junge Forschende. Bewerbungen werden noch bis zum 8. Oktober 2021 entgegengenommen.

Insgesamt drei Monate können herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in mindestens zwei und maximal drei Gastländern der Institute und Außenstellen der MWS bzw. dem Richard Koebner Minerva Center for German History Recherchen für ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben durchführen. Mit den Reisebeihilfen werden länderübergreifende Forschungsarbeiten gefördert, die der Wissenschaft neue und originelle Impulse verleihen.

Reisebeihilfen können beantragt werden für folgende Länder: Ägypten, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Libanon, Litauen, Polen, Russland, Singapur, Tschechische Republik, Türkei und die USA. Die Förderung umfasst die Fahrtkosten für die Hin- und Rückreise sowie Tagessätze in Form von Pauschalen, deren Höhe je nach Zielland variiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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news-2233 Tue, 02 Jul 2019 09:11:54 +0200 Ausschreibung der Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen und der Reisestipendien für China /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2233&cHash=d8401c9b6032135973ceb28fc42f1b4b Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen Die Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen unterstützen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler in der Qualifikationsphase bei kurzen Rechercheaufenthalten im Ausland und fördern so  länderübergreifende Forschungsarbeiten, die den Geistes- und Sozialwissenschaften neue und originelle Impulse verleihen. 

http://www.maxweberstiftung.de/foerderung/gerald-d-feldman-reisebeihilfen.html 

Die China-Reisestipendien richten sich an Promovierende, Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Sinologie oder verwandter Fächer, die sich in ihrer beruflichen Qualifikationsphase mit Geschichte, Sprache oder Kultur Chinas im weitesten Sinne beschäftigen und für deren Forschung ein Aufenthalt vor Ort unabdingbar ist.

https://www.maxweberstiftung.de/foerderung/reisestipendien-china.html

Deadline Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen: 4. Oktober 2019
Deadline Reisestipendien China: 18. Oktober 2019

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news-2232 Thu, 11 Apr 2019 11:21:01 +0200 Besuch der Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW am DHI Moskau /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2232&cHash=b7f57b9076a69b243ffd64f941f52851 NRW-Ministerin am DHI Moskau Am 9. April 2019 hat Isabel Pfeiffer-Poensgen, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft, das Deutsche Historische Institut in Moskau besucht. 

Die Geschichte des Instituts musste nicht vorgestellt werden, weil die Ministerin es als Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder bereits kurz nach seiner Gründung kennengelernt hat. Die Direktorin des DHI Moskau Dr. Sandra Dahlke, der stellvertretende Direktor Dr. Andreas Hilger und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berichteten über ihre aktuellen Projekte und die Zusammenarbeit mit den russischen Partnern des DHI. An dem Gespräch nahm auch Dr. Tatjana Timofeeva teil, die sich neben ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit als Professorin an der Moskauer Staatlichen Lomonosov-Universität auch in DHI-Forschungsprojekten zu Provenienzforschung engagiert.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Ebene der persönlichen Kontakte, des lebendigen Austauschs über aktuelle Entwicklungen in den wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland für deutsch-russische Wissenschaftskooperationen eine zentrale Rolle spielt. Sie ermöglicht produktive Zusammenarbeit – wie z.B. in den Projekten zur Aufklärung über die Wege der sowjetischen und deutschen Kunstschätze oder der digitalen Edition der Bestände deutscher Beuteakten in den russländischen Archiven – und hilft, Grenzen zu öffnen.

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news-2231 Tue, 12 Mar 2019 16:13:13 +0100 Max Weber Stiftung unterstützt Bonner Tage der Demokratie /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2231&cHash=5186951fd991c44a0689f71ebab519ce Bonner Tage der Demokratie Das Grundgesetz wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Bonn steht wie keine andere Stadt für die Demokratie, trat das Grundgesetz am 23. Mai 1949 doch hier in Kraft. Daher finden im Mai in Bonn anlässlich dieses Jubiläums eine Reihe von Veranstaltungen statt, unter anderem auch unter Beteiligung der Max Weber Stiftung.

Von Ende April bis zum 25. Mai dauern die „Bonner Tage der Demokratie“ – ein vielfältiger Mix von bürgernahen Veranstaltungen: Bonnerinnen und Bonner kommen miteinander ins Gespräch, können ihr Wissen testen, mit Expertinnen und Experten diskutieren oder beim Demokratie-Slam abstimmen, wer am unterhaltsamsten zum Thema performt. 

Bei der Arena-Diskussion: „Demokratie in Gefahr?“, die am 22. Mai 2019 stattfindet, wird unter anderem Dr. Matthias Lemke, ehemaliger Forschungsstart-Stipendiat am DHI Paris, auf dem Podium sitzen und diskutieren.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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news-2230 Mon, 17 Dec 2018 10:36:00 +0100 Neuer Webauftritt von ICAS:MP https://micasmp.hypotheses.org/ Neuer Webauftritt von ICAS:MP news-2229 Fri, 05 Oct 2018 08:57:21 +0200 Bucerius Lecture 2018 https://www.ghi-dc.org/side-navigation/press-room/ghi-news/news-detail/news/detail/News/2018-bucerius-lecture-features-david-miliband-irc-and-jutta-allmendinger-thomas-mann-fellow.html?L=0&cHash=95d4c3742b8e8786dc80f9d7962b4e63 Am 17. Oktober findet die diesjährige Bucerius Lecture des GHI West mit David Miliband, President und CEO des International Rescue Committee (IRC), zu dem Thema “What is in a Category? Telling Economic Migrants & Political Refugees Apart” statt. news-2228 Fri, 05 Oct 2018 08:37:29 +0200 Gerda Henkel Lecture Tours https://www.ghi-dc.org/side-navigation/press-room/ghi-news/news-detail/news/detail/News/gerda-henkel-lecture-tours-starts-with-with-uwe-luebken-and-martina-kessel.html?L=0&cHash=02a80ef58b1fbc070b2bc05cf5cce7a8 Ende September haben die "Gerda Henkel Lecture Tours" begonnen; ein Programm des GHI West in Kooperation mit der Gerda Henkel-Stiftung, das den Austausch zwischen deutschen Historikerinnen und Historikern mit ihren amerikanischen Kolleginnen und Kollegen fördert. Auch für das kommende Jahr sind die "Gerda Henkel Lecture Tours" bereits geplant. news-2227 Fri, 27 Apr 2018 15:57:26 +0200 Eröffnung des Projektes "Prize Papers" http://prizepapers.de/index.html Das Forschungsprojekt "Prize Papers", das in Kooperation unter anderem mit dem DHI London durch die Universität Oldenburg betreut wird, ist eröffnet. Der Archivbestand umfasst zahlreiche Briefe, Logbücher, Akten und weitere Schriftstücke aus Zeitalter der Seekriege im 16. bis 19. Jahrhundert, die im Rahmen des Projektes digitalisiert und der Öffentlichkeit somit zugänglich gemacht werden sollen.  

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news-2226 Thu, 14 Dec 2017 15:27:00 +0100 Neue Forschungsgruppe des DIJ Tokyo in Singapur /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2226&cHash=7cace2182965662ba535f12b8a4a5da5 Die Gruppe, die an der National University of Singapore (NUS) angesiedelt ist, forscht zum Thema „Borders, Mobility and New Infrastructures“. Die Arbeit der Forschungsgruppe soll sich auf Grenzen und Grenzbereiche in Südostasien sowie transregionale Infrastrukturen und Handlungsräume fokussieren. Dabei beschränkt sich der Ansatz der Gruppe, die sich aus Forschenden der Institute Südostasienstudien und Geografie an der NUS zusammensetzt, nicht nur auf geopolitische Forschungsaspekte. Vielmehr sollen auch soziokulturelle und -ökonomische Faktoren betrachtet werden, die Einfluss auf Bewegungen in Grenzräumen und die Entwicklung neuer Kommunikations- und Handelswege nehmen. Unter anderem sollen zudem digitale Infrastrukturen und die europäische Integration im Hinblick auf die Beziehung zu südost- und zentralasiatischen Partnern thematisiert werden.

Weitere Informationen zum Projekt sind auf der Internetseite der National University of Singapore nachzulesen.

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news-2225 Mon, 23 Oct 2017 11:25:00 +0200 Die Max Weber Stiftung trauert um Bernd Bonwetsch /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2225&cHash=97cba6a08adb4708639dd0ec6f284ac5 Am 13. Oktober 2017 ist der Gründungsdirektor Des Deutschen Historischen Instituts Moskau nach langer Krankheit verstorben. Bernd Bonwetsch wurde als einer der profiliertesten Spezialisten für die Geschichte der Sowjetunion und der deutsch-sowjetischen Beziehungen im Jahr 2003 als Direktor des neu gegründeten Moskauer Instituts berufen. Am 17. Oktober 1940 während des Krieges geboren, erforschte er in seinem umfangreichen wissenschaftlichen Werk die Geschichte der nationalsozialistischen und stalinistischen Gewaltherrschaften. Die Verständigung zwischen russischen und deutschen Historikern war ihm ein besonderes Anliegen. Als Direktor des DHI Moskau ist es ihm gelungen, wichtige Grundlagen für die gemeinsame Aufarbeitung der eng verflochtenen leidvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts zu schaffen. Damit hat er sich höchsten Respekt seiner Kollegen in Russland und den anderem postsowjetischen Staaten erworben. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des DHI Moskau, zahlreiche Kollegen und Kolleginnen in Russland sowie die Max Weber Stiftung erinnern sich in Dankbarkeit an Bernd Bonwetsch.

Deutsches Historisches Institut Moskau

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news-2224 Mon, 23 Oct 2017 10:14:00 +0200 Forschungskolleg "Nachhaltiges Regieren" entsteht in Ghana https://www.bmbf.de/de/forschungskolleg-nachhaltiges-regieren-entsteht-in-ghana-5009.html Unter Beteiligung des DHI Paris wird ein neues "Maria Sibylla Merian Centre for Advanced Studies" in Accra, Ghana, entstehen. Die Merian Zentren sind Forschungskollegs, mit denen das Bundesministerium für Bildung und Forschung die langfristige Zusammenarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften weltweit fördert. news-2223 Wed, 09 Aug 2017 08:54:00 +0200 "Gerda Henkel Lectures" am GHI West /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2223&cHash=f397341b7e50d8667fe8014baee2d786 Starting in 2018, the Gerda Henkel Lectures will bring German historians to the North American West Coast where they will present their research at up to four different universities. The GHI is pleased to announce the launch of the "Gerda Henkel Lectures" for GHI West in cooperation the Gerda Henkel Stiftung, one of Germany’s most important non-profit foundations. The Gerda Henkel Lectures will not only aim to broaden the individual speaker's personal research networks; it will also aim to facilitate the general dialogue between German historians and their colleagues in the U.S. and Canadian west.

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news-2222 Mon, 03 Jul 2017 10:48:00 +0200 Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen ermöglichen Forschungsaufenthalte im Ausland /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2222&cHash=e6d8c72f763fd0b1c1ee2f82718a39a6 Die Max Weber Stiftung (MWS) vergibt mit Unterstützung der Peters-Beer-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in diesem Jahr wieder die Gerald D. Feldman-Reisebeihilfen. Mit ihrer Hilfe können ab 2018 international orientierte Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihren Auslandsaufenthalt finanzieren. Bewerbungsfrist ist der 13. Oktober 2017. Insgesamt drei Monate können herausragende Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in mindestens zwei und maximal drei Gastländern und Regionen der Institute und Außenstellen der Max Weber Stiftung Recherchen für ein selbst gewähltes Forschungsvorhaben anstellen. Die Max Weber Stiftung und die Peters-Beer-Stiftung fördern mit der Vergabe der Reisebeihilfen jährlich länderübergreifende Forschungsarbeiten, die den Geisteswissenschaften neue und originelle Impulse verleihen und den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern.

Reisebeihilfen können beantragt werden für folgende Länder: Ägypten, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Libanon, Polen, Russland, Senegal, Türkei sowie die USA. Die Förderung umfasst die Fahrtkosten für die Hin- und Rückreise sowie Tagessätze in Form von Pauschalen, deren Höhe je nach Zielland variiert.

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news-2221 Wed, 31 May 2017 15:17:00 +0200 Publizieren im digitalen Zeitalter https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/livestream_publizieren_im_digitalen_zeitalter?nav_id=7073 Mareike König vom DHI Paris diskutiert zum Thema “Digitale Publikationen heute, ein Vademecum”. Die Veranstaltung kann im Live-Stream verfolgt werden (1. Juni 2017, 14-16 Uhr) news-2220 Thu, 27 Apr 2017 14:36:00 +0200 Zweiter DARIAH-DE Award in den Digital Humanities vergeben http://dhd-blog.org/?p=7883 Am 26. April 2017 verlieh DARIAH-DE zum zweiten Mal den DARIAH-DE DH-Award. Dieser Preis zeichnet innovative Forschungsbeiträge von Studierenden, Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus den Geistes-, Kultur- und Informationswissenschaften sowie der Informatik aus, die mit digitalen Ressourcen oder Methoden arbeiten. Die Max Weber Stiftung ist Kooperationspartner von DARIAH-DE. news-2219 Mon, 19 Dec 2016 10:59:00 +0100 DAAD-Jubiläumstagung am DHI Washington /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2219&cHash=4fdc3ee316e37848415b3b2c9ffcd410 Das DHI Washington begrüßte am 10. Dezember 2016 die Teilnehmer der Jubiläumstagung zum 25-jährigen Bestehen der DAAD-Zentren für Deutschland- und Europastudien. Gemeinsam mit Direktorin Simone Lässig diskutierten Sir Christopher Clark (University of Cambridge), Randall Hansen (University of Toronto), Charles Maier (Harvard University), Huang Liaoyu (Peking University), Krzysztof Ruchniewicz (University of Wroclaw) und Michael Werner (CIERA) zum Thema “Coalescence or Collapse – Challenges for German & European Studies in the 21st Century”. Moderiert wurde die Diskussion von Ulrich Grothus, Stv. Generalsekretär des DAAD. Die Teilnehmer stimmten darin überein, dass die gegenwärtigen globalen und nationalen Entwicklungen – insbesondere der neue Einfluss populistischer Strömungen sowie neue und nicht-überwundene Krisen – Europa und insbesondere Deutschland vor zahlreiche Herausforderungen stellen werden. Deutschland müsse dies durch die verstärkte Übernahme internationaler Verantwortung adressieren. Für die German und European Studies würden diese Entwicklungen eine verstärkte Aufklärungspflicht insbesondere durch den Verweis auf historische Ereignisse bedeuten.

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news-2218 Tue, 25 Oct 2016 08:48:00 +0200 Siggener Thesen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter https://www.merkur-zeitschrift.de/2016/10/24/siggenthesen/ Das unter Mitarbeit von Dr. Michael Kaiser, verantwortlich für perspectivia.net, entstandene Konzept birgt neue Ansätze, die Potenziale des digitalen Publizierens umfassender auszuschöpfen. news-2217 Thu, 19 May 2016 09:24:00 +0200 Zum Tod des Historikers Fritz Stern http://www.ghi-dc.org/side-navigation/press-room/ghi-news/news-detail/news/detail/News/fritz-stern.html?L=0&cHash=2cbc800445446e5122994d0c43433bb6 Fritz Stern, prominenter Deutschland-Historiker und Freund des DHI-Washington, ist am 18. Mai im Alter von 90 Jahren in New York gestorben. news-2216 Tue, 03 May 2016 11:59:00 +0200 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Institute und der Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung gratulieren Arnold Esch ganz herzlich zu seinem 80. Geburtstag und wünschen ihm alles Gute. http://dhi-roma.it/fileadmin/user_upload/pdf-dateien/Veranstaltungsprogramme/2016/20160506_Maertl_invito.pdf Der Historiker Arnold Esch war von 1988 bis 2001 Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Zu seinen Ehren findet dort am 6. Mai 2016 ein Festakt statt. Den Festvortrag hält Claudia Märtl zum Thema „Noch mehr wahre Geschichten aus dem Mittelalter? Bittschriften an den Consiglio Generale in Siena“. news-2215 Wed, 20 Apr 2016 12:07:00 +0200 Recht, Kultur, Rechtskultur. Der Einfluss kultureller Vielfalt auf die Rechtsentwicklung http://www.geisteswissenschaft-im-dialog.de/programm/veranstaltung/datum/2016/04/29/recht-kultur-rechtskultur-der-einfluss-kultureller-vielfalt-auf-die-rechtsentwicklung.html Die Podiumsdiskussion der Veranstaltungsreihe „Geisteswissenschaft im Dialog“ findet am 29. April 2016 um 18:00 Uhr in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt. Dabei steht die Frage der Integration kultureller Vielfalt in Rechtsstrukturen, in Bezug auf Unterschiede in nationalstaatlichen Rechtsordnungen und dem historischen Kontext, im Zentrum. news-2214 Mon, 18 Apr 2016 10:12:00 +0200 Innovation through Tradition? Jewish Educational Media and Cultural Transformation in the Face of Modernity http://www.ghi-dc.org/index.php?option=com_content&view=article&id=1621&Itemid=1399 Das Deutsch-Israelische Forschungsprojekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gegründet wurde, rückt die Rolle der Bildung, der Religion sowie Aktionen und Verhandlungen der Transformation des jüdischen Lebens und der Gesellschaft in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. news-2213 Tue, 15 Mar 2016 12:17:00 +0100 Das Deutsche Historische Institut in Paris hat eine neue Website http://www.dhi-paris.fr/home.html Gratulation zu einem gelungenen Auftritt! news-2212 Thu, 11 Feb 2016 10:38:00 +0100 Instrumentalmusik ‚neben‘ Haydn und Mozart. Analyse, Aufführungspraxis und Edition /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2212&cHash=5a4f1e5a547ba82ad7df68b06b8fc4fe 18.-19.02.2016, Konferenz, Saarbrücken Haydn und Mozart sind jedem bekannt, ebenso Beethoven. Doch wer waren die anderen? – Um das Umfeld und die Zeitgenossen der Wiener Klassiker geht es bei einer Tagung am 18. und 19. Februar an der Universität des Saarlandes, die das Institut für Musikwissenschaft veranstaltet. Rund 20 Experten aus aller Welt werden sich mit der Analyse, Aufführungspraxis und Edition von Instrumentalmusik des ausgehenden 18. Jahrhunderts befassen. Gäste sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter: s.klauk(at)mx.uni-saarland.de.

Die Werke der „großen“ Wiener Klassiker gelten als Maßstab für die Instrumentalmusik des ausgehenden 18. Jahrhunderts. „Doch das ist nicht das ‚normale‘ Repertoire. Es gibt viel mehr Werke dieser Zeit, doch die werden in der musikwissenschaftlichen Analyse kaum beachtet“, sagt Stephanie Klauk. Die promovierte Musikwissenschaftlerin hat am Deutschen Historischen Institut in Rom drei Jahre lang über italienische Instrumentalmusik der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geforscht. Dabei ist sie auf eine Fülle von Komponisten gestoßen, die als Zeitgenossen der Wiener Klassiker eigene Maßstäbe setzten. „So kann man beim Steichquartett fast von einer eigenen italienischen Tradition sprechen“, erläutert sie beispielhaft. Gemeinhin gilt Haydn als Begründer des Streichquartetts. „Doch in Italien haben zeitgleich Luigi Boccherini und zahlreiche andere Komponisten Streichquartette geschrieben, die sich formal und stilistisch von denen der Wiener Klassiker unterscheiden“, sagt Klauk.

Das Interesse an den weniger bekannten Zeitgenossen von Haydn, Mozart und Beethoven habe zwar zugenommen und sich mittlerweile in Aufführungen und Editionen niedergeschlagen. Auf Musikgeschichtsschreibung und musikalische Analyse wirkte sich dies jedoch noch nicht aus, hat die Musikwissenschaftlerin festgestellt. So werden Werke immer noch an den Ausnahmekompositionen der Wiener Klassiker gemessen und historisch beurteilt. In diese Lücke will die internationale Tagung in Saarbrücken vorstoßen: „Anhand des umfangreichen Repertoires weitgehend unbekannter Komponisten wollen wir Alternativen zu den traditionellen Prämissen und Analysemethoden aufzeigen“, erklärt Stephanie Klauk.

Im Rahmen der Tagung findet Donnerstag, 18. Februar, um 18 Uhr ein öffentlicher Abendvortrag statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Prof. Robert O. Gjerdingen von der Northwestern University (Chicago) spricht zum Thema „The Perils of Being Right: Mozart’s ‚Obviously Corrupt‘ Minuet K. 331“ (Gebäude C5 2, EG, Raum 0.01).

Die Tagung „Instrumentalmusik ‚neben‘ Haydn und Mozart. Analyse, Aufführungspraxis und Edition“ wird finanziert von der Max Weber Stiftung. Die Veranstaltung bildet den Abschluss eines einjährigen Forschungsstipendiums der Stiftung, mit dem Dr. Stephanie Klauk nach dreijähriger Tätigkeit in der Musikabteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom an das Institut für Musikwissenschaft der Universität des Saarlandes gewechselt ist.

Zum Programm

Zur Pressemitteilung der Universität des Saarlandes

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news-2211 Wed, 03 Feb 2016 14:41:00 +0100 Weltwissen und Weltdeutung in Schul-und Kinderbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts http://www.gei.de/news/artikel/news/detail/News/internationale-tagung-die-welt-der-kinder.html Internationale Tagung an der Universität Zürich vom 4. bis 6. Februar 2016 unter Beteiligung des DHI Washington. news-2210 Tue, 02 Feb 2016 09:29:00 +0100 Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte in Paris hat eine neue Website https://dfk-paris.org/ Gratulation zu einem gelungenen Auftritt! news-2209 Tue, 02 Feb 2016 09:19:00 +0100 Neue Tools für neue Fragen? - Chancen und Grenzen digitaler Geisteswissenschaften /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2209&cHash=0219c08e00cdb681eb8edb3439be610b Unter der Leitung des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig sowie des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam laden die historischen CLARIN-D-Facharbeitsgruppen im Rahmen der Tagung "Digitale Geisteswissenschaften - neue Tools für neue Fragen?" am 8. Februar 2016 zu einer Podiumsdiskussion rund um die Zukunft der Digital Humanities in den Geisteswissenschaft ein. Die Geisteswissenschaften blicken auf die Digital Humanities nicht ausschließlich nur mit Neugier, sondern auch mit einiger Skepsis. Zugleich befindet sich die Nutzung digitaler Verfahren zur Auswertung und Analyse aus Sicht der Anwender noch in den Anfängen. Das gilt auch für die Debatte über daraus folgende methodologische Neuausrichtungen.

Aus diesem Grund laden die historischen CLARIN-D-Facharbeitsgruppen unter Leitung des Georg-Eckert-Instituts in Braunschweig und des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam im Rahmen der Tagung „Digitale Geschichtswissenschaft – neue Tools für neue Fragen?“ am 8. Februar 2016 zu einer Podiumsdiskussion ein.

 Wie steht es um die Zukunft der Digital Humanties in den Geisteswissenschaften? Muss es einen methodologischen digital turn in den Geschichts- und Geisteswissenschaften geben? Erschließt sich daraus ein innovativer fachlicher Erkenntnisgewinn oder Mehrwert, der erst durch digital erschlossene Quellenbestände ermöglicht wird?


Teilnehmer/Diskutanten:

 Simone Lässig
 Deutsches Historisches Institut Washington D.C.

 Martin Sabrow
 Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

 Rüdiger Hohls
 Humboldt-Universität zu Berlin

 Ernesto William de Luca
 Georg-Eckert-Institut Braunschweig

 Moderation:

 Annette Schuhmann
 Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Hinweise zur Teilnahme:
 Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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news-2208 Thu, 07 Jan 2016 13:43:00 +0100 "Anschlag auf die Vielfalt" /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2208&cHash=1e4e914c59163cfd5656c1ba49d76b12 Godehard Janzing, Stellvertretender Direktor des DFK Paris, im dpa-Gespräch zum Terrorjahr in Frankreich. http://www.mainpost.de/ueberregional/politik/zeitgeschehen/Vor-einem-Jahr-Anschlag-auf-Charlie-Hebdo-startet-Terrorserie;art16698,9073123

http://www.diariolasamericas.com/440_mundo/3545699_atentado-charlie-hebdo-inauguro-ano-terror-francia.html

http://www.dw.com/es/el-atentado-contra-charlie-hebdo-inaugur%C3%B3-un-a%C3%B1o-de-terror-en-francia/a-18962478

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news-2207 Tue, 05 Jan 2016 14:00:00 +0100 Contemporary Image Conflicts: Violence and Iconoclasm from Charlie Hebdo to ISIS /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2207&cHash=6e7df1b1213f45208f6368577c66d294 14.01.2016, Workshop, Warburg Institute On 14 January 2016 the Warburg Institute in conjunction with the research project "Bilderfahrzeuge: Aby Warburg´s Legacy and the Future of Iconology" is organizing the workshop

"Contemporary Image Conflicts: Violence and Iconoclasm from Charlie Hebdo to ISIS"

with David Freedberg (Warburg Institute), Christiane Gruber (University of Michigan), Hugh Kennedy (SOAS, University of London) and Sussan Babaie (Courtauld Institute of Art) on 14 January 2016. The workshop takes place from 2 until 5 pm at the Warburg Institute.

The attendance is free of charge. Please, register before 10 January by emailing warburg@sas.ac.uk.

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news-2206 Fri, 18 Dec 2015 16:51:00 +0100 Wissen auf der Flucht. Ein Memorandum /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2206&cHash=d16171ee32f17d62627d747f29103390 Veröffentlicht im Anschluss an die Veranstaltung "Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker auf der Flucht, 1933-1945" am 17. Dezember 2015 in American Academy Berlin. 18. Dezember 2015
PD Dr. Carola Dietze (Universität Gießen)
Prof. Dr. Claus-Dieter Krohn (Universität Lüneburg)
Prof. Dr. Simone Lässig (German Historical Institute Washington)
Prof. Dr. Stefan Leder (Orient-Institut Beirut)
Prof. Dr. Dr. h. c. Hartmut Lehmann (Universität Kiel)
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, LMU München)

Wissen auf der Flucht. Ein Memorandum

Aus der Geschichte kann man nur selten direkt lernen. Was den Umgang mit den Flüchtlingen aus dem Nahen und Mittleren Osten betrifft, gibt es jedoch Erfahrungen, die einen solchen Lernprozess ermöglichen können. Darauf verwies das am 17. Dezember in der American Academy in Berlin vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, der Max Weber Stiftung und dem Deutschen Historischen Institut Washington unter Leitung von Simone Lässig und Carola Dietze veranstaltete Symposium „Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker auf der Flucht, 1933-1945“. Die Veranstaltung beschäftigte sich mit der Aufnahme und Integration von politisch und religiös Verfolgten aus dem nationalsozialistisch beherrschten Deutschland in verschiedenen westeuropäischen Ländern, in der Türkei und in den Vereinigten Staaten von Amerika in den Jahren nach 1933.

Vor diesem historischen Hintergrund begrüßen die Unterzeichnenden dieses Memorandums, dass eine Reihe von Stiftungen, Universitäten sowie politische und private Akteure ähnliche Initiativen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Nahen und Mittleren Osten ergriffen haben. Wir halten es für notwendig, dass diese Initiativen mit langem Atem verfolgt werden.

In den 1930er und 1940er Jahren zeigten eine Reihe von Maßnahmen zur Aufnahme und Integration von aus Deutschland und Europa geflohenen Akademikerinnen und Akademikern nachhaltige Wirkung:
a) Der Wirtschaftswissenschaftler Alvin Johnson etablierte 1933 an der New School for Social Research in New York eine Graduate School, die University in Exile, an der insgesamt 183 Hochschullehrer, Politiker und hohe Verwaltungsbeamte forschten und lehrten, die aus Deutschland, Österreich und Italien geflohen waren (darunter Hans Kelsen, Arnold Brecht und später Hannah Arendt sowie als Gäste Thomas Mann und Paul Tillich). Die University in Exile vereinigte die größte Gruppe an geflüchteten Akademikern aus Deutschland und diente der Politikberatung sowie dem Ideentransfer von und nach Europa. Die Graduiertenschule und ihre Mitglieder wurden durch Spenden sowie Stipendien von Privatpersonen und Stiftungen finanziert.
b) Große amerikanische Stiftungen wie die Rockefeller und die Carnegie Foundation und Organisationen wie das Emergency Committee in Aid of Displaced Foreign Scholars vergaben Stipendien und Anschubfinanzierungen an Akademiker, die aus Deutschland, Österreich und Italien geflohen waren und in den USA oder anderen Aufnahmeländern Anschluss an eine Universität fanden, die sie gern als Hochschullehrer gewinnen wollte. Die Vermittlung geschah über Listen, auf denen die Flüchtlinge aufgeführt waren.
c) Stipendien wurden auch an eine größere Anzahl jüngerer Flüchtlinge vergeben, die ein Zeugnis der Hochschulreife mitbrachten. Damit wurde ihnen die Möglichkeit gegeben, an Universitäten im Exilland zu studieren. Viele von ihnen sind bedeutende Intellektuelle geworden, die in vielfältiger Hinsicht Brücken zwischen den USA und ihren Herkunftsländern gebaut haben und aktiv in die Planungen für den Wiederaufbau eines demokratischen Deutschlands eingebunden waren.

Die gezielte Förderung akademisch gebildeter Flüchtlinge hatte ebenso positive Folgen für das Gastland wie für die Herkunftsländer: So trug die Politikberatung der europäischen Emigranten in den USA dazu bei, für Europa einen Weg aus der Gewaltspirale zu finden und für die Zeit nach dem Ende des Krieges nachhaltige, demokratisch orientierte politische Lösungen zu schaffen. Emigranten und Remigranten, die in ihren Exilländern demokratisch funktionierende Gesellschaften kennengelernt hatten, leisteten nach Ende des Krieges einen maßgeblichen Beitrag zum Aufbau und zur Stabilisierung der Demokratie in der Bundesrepublik (man denke nur an profilierte Sozialwissenschaftler wie Ernst Fraenkel, Richard Löwenthal und Ossip Flechtheim in Berlin, Max Horkheimer und Theodor W. Adorno in Frankfurt, Arnold Bergstraesser in Freiburg, Helmuth Plessner in Göttingen oder an Politiker wie Ernst Reuter in Berlin, Max Brauer in Hamburg oder Wilhelm Hoegner in Bayern).

In den USA aber auch in anderen Zufluchtsländern wurden akademische Disziplinen gestärkt oder neu geschaffen. Die Zuwanderung von Akademikern trug dazu bei, dass amerikanische Wissenschaftseinrichtungen zu den führenden der Welt wurden. Innerhalb der USA stand ein umfangreiches Expertenwissen zu Fragen der europäischen Geschichte und Gesellschaft zur Verfügung, das nicht zuletzt für die Ausbildung amerikanischer Politiker, Diplomaten und Wirtschaftseliten genutzt werden konnte.

Auch die Türkei bot vielen deutschsprachigen Wissenschaftlern, Musikern und Kulturschaffenden in den Jahren nach 1933 Zuflucht. Ihre Tätigkeit an den Universitäten und Hochschulen des Landes leistete einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung und für eine Annäherung an Europa. Auch aus der Türkei fanden herausragende Wissenschaftler den Weg zurück an deutsche Universitäten, man denke an Ernst Eduard Hirsch, Hans Marchand, Fritz Neumark und Georg Rohda.

Die Emigration aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, die wir aktuell erleben, unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von der Emigration aus Europa nach 1933. Gleichwohl sind zentrale historische Erfahrungen der akademischen Flüchtlingshilfe auch, ja gerade angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen relevant.

Eine Reihe von Akteuren hat – ob direkt vom amerikanischen Beispiel inspiriert oder nicht – bereits Initiativen gestartet, die geflohenen Akademikern die Chance geben können, ihre Expertise in und für europäische Gesellschaften einzubringen. So haben die EU, das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Stifterverband für die deutsche Wissenschaft, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Alexander von Humboldt-Stiftung je spezielle, aber auch aufeinander abgestimmte Programme auf den Weg gebracht. Die nach Philipp Schwartz, dem Begründer der „Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland“ (1933), benannte Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung wird von fünf großen Stiftungen (Krupp von Bohlen und Halbach, Fritz Thyssen, Gerda Henkel, Klaus Tschira, Robert Bosch) und dem Auswärtigen Amt unterstützt.

Als Historikerinnen und Historiker begrüßen wir all diese Konzepte und Ansätze. Sie fördern das Expertenwissen über den Nahen und Mittleren Osten in Deutschland wie Europa und können im Dialog die Entwicklung von Demokratie, Chancengleichheit und Rechtsstaatlichkeit in den Herkunftsländern der Geflüchteten unterstützen.

Die deutsche Erfahrung hat gezeigt, dass eine offene Gesellschaft gerade nicht allein at gunpoint aufgebaut werden kann, sondern der Gewinnung ihrer Bürger bedarf. Emigranten und Remigranten haben sich in Deutschland als wichtige Vermittler demokratischer Überzeugung erwiesen. Mit Hilfe von Programmen für geflohene Akademikerinnen und Akademiker aus dem Nahen und Mittleren Osten kann Deutschland ebenso wie andere Länder in der Europäischen Union einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsgestaltung leisten. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, deren wissenschaftliches Potenzial zu fördern.

Das Memorandum wird veröffentlicht im Anschluss an die Veranstaltung „Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker auf der Flucht, 1933-1945“ am 17. Dezember 2015 in American Academy Berlin. Das Programm ist hier einsehbar: http://www.historikerverband.de/verband/veranstaltungen/wissen-auf-der-flucht.html.

Kontakt:
Dr. Nora Hilgert
Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V.
c/o Goethe-Universität, Senckenberganlage 31-33, 60325 Frankfurt am Main
Tel.: 01736624432; E-Mail: info(at)historikerverband.de

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news-2205 Tue, 01 Dec 2015 12:04:00 +0100 Wissen auf der Flucht. Deutsche Akademikerinnen und Akademiker im Ausland, 1933-45 /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2205&cHash=ce0b66939af9ad73d5f6a88508ff04fc Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsthematik in Deutschland und Europa veranstalten der VHD und die Max Weber Stiftung gemeinsam mit dem DHI Washington eine Tagung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema Flucht und Migration am 17. Dezember 2015 in der American Academy in Berlin. Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), die Max Weber Stiftung (MWS) und ihr Deutsches Historisches Institut (GHI) Washington widmen sich dem derzeit so aktuellen Thema „Flucht” in einer besonderen historischen Tiefendimension. Am 17. Dezember 2015 nehmen diese Institutionen gemeinsam mit renommierten Historikerinnen und Historikern die akademische Zwangsemigration nach 1933 aus Deutschland und Europa und die Reaktion insbesondere der US-amerikanischen Politik sowie von wissenschaftlichen Institutionen, Organisationen und Stiftungen näher in den Blick: Welche Formen akademischer Flüchtlingshilfe lassen sich ausmachen? Welche Ansätze von Unterstützung und Integration wurden verfolgt, welche Motive lagen ihnen zu Grunde und welche Folgen zeitigte die Aufnahme von Akademikerinnen und Akademikern aus dem nationalsozialistisch beherrschten Europa für Wissenschaft, Staat und Gesellschaft im Aufnahmeland?

Die Veranstaltung zielt auf eine kritisch-historische Analyse, die vor dem Hintergrund aktueller Problemlagen ein Bewusstsein für die Ambivalenz akademischer Flüchtlingshilfe und damit verwobener Integrationsprozesse schafft. Zivilgesellschaftliche Courage, Solidarität, philanthropisches Handeln und Vertrauen in die wissenschaftlichen Potenziale und die persönliche Integrität von Emigrantinnen und Emigranten bzw. Flüchtlingen sollen ebenso in den Blick genommen werden wie das ausgeprägte Nützlichkeitsdenken vor allem staatlicher Akteure und das latente Misstrauen, das vielen emigrierten Akademikerinnen und Akademikern entgegen schlug. Denn einerseits erkannte man in diesen Personen Potenziale, die der Wissenschaft im Aufnahmeland nutzen und sich auch in Kriegspropaganda, Geheimdienstaktivitäten und die Planung der Nachkriegsordnung einbinden lassen würden. Zum anderen wurden diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch unter einen teils antisemitisch, zumeist aber politisch-konservativ motivierten „Generalverdacht” gestellt und entsprechend überwacht. Letzteres beeinflusste nicht zuletzt Momente der Remigration, die jenseits von Integration und Neu-Verortung ab 1945 wieder möglich wurde.

Die Veranstaltung greift ein seit der Gründung des GHI Washington zentrales Thema auf, rahmt es aber mit der Konzentration auf Muster und Modelle konkreter Hilfe zugleich neu. Der VHD hat sich dem Thema Flucht und Migration in Bezug auf „Deutschland als Einwanderungsland“ bereits auf dem 50. Deutschen Historikertag 2014 angenommen.

Vor dem Hintergrund der historischen Analyse soll auf einer abschließenden Podiumsdiskussion die aktuelle Flüchtlingsthematik in Deutschland und Europa diskutiert werden: Welche Verantwortung tragen die Akteurinnen und Akteure der deutschen Wissenschaft und Wissenschaftspolitik für Hilfe und Integration? Wie kann das wissenschaftliche Potential dieser Migration genutzt bzw. überhaupt aktiviert werden und welche Parallelen und Unterschiede sind zwischen den thematisierten historischen und den aktuellen Entwicklungen zu erkennen?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der American Academy.

Bitte beachten Sie, dass die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wir bitten daher um vorherige Anmeldung unter info@historikerverband.de.


Berlin, 17. Dezember 2015
Ort: American Academy Berlin, Am Sandwerder 17-19, 14109 Berlin (S-Bahn Wannsee)

Programm:

10:30 Uhr    Begrüßung
Prof. Dr. Prof. Dr. Gerhard Casper (American Academy)
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (VHD)
Prof. Dr. Hans van Ess (MWS)

10.45 Uhr    Einführung

Prof. Dr. Simone Lässig (GHI Washington)
PD Dr. Carola Dietze (Universität Gießen)

11.15 Uhr    Deutsche Akademikerinnen und Akademiker auf der Flucht
PD Dr. Christine von Oertzen (MPI für Wissenschaftsgeschichte)
Prof. Dr. Claus Dieter Krohn (Universität Lüneburg)
Moderation: Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld (Universität Stuttgart)

12.15 Uhr    Mittagspause

13.15 Uhr    Sicht des Aufnahmelandes auf emigrierte deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
Malcom Richardson (National Endowment for the Humanities, Washington)
PD Dr. Carola Dietze (Universität Gießen)
Moderation: Dr. Barbara Picht (Viadrina Universität Frankfurt Oder)

14.30 Uhr     Kommunikationspause

15.00-16.30 Uhr    Flucht „damals und heute”

Prof. Dr. Stefan Leder (Orient-Institut Beirut)
Dr. Ulrike Albrecht (Alexander von Humboldt Stiftung)
Prof. Dr. Mohammad M. Mojahedi (FU Berlin)
Moderation: Dr. Anna-Lena Scholz (Die ZEIT)

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news-2204 Tue, 03 Nov 2015 14:17:00 +0100 "The Climates of History" – Klimawandel aus historischer Perspektive /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2204&cHash=d1f30d0db40d04df2558d6935d4c25b2 Während die große UN-Klimakonferenz in Paris näher rückt, thematisiert das DHI Paris gemeinsam mit dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) den Klimawandel aus historischer Perspektive. Das Kolloquium vom 16.–17. November 2015 bringt die neuesten Trends einer innovativen Forschungsrichtung zusammen und ehrt zugleich Emmanuel Le Roy Ladurie, den großen Pionier der historischen Klimaforschung. Kolloquium zu Ehren von Emmanuel Le Roy Ladurie am DHIP, 16.–17. November 2015.

Der Klimawandel ist für die Geschichtswissenschaft kein Novum: vom Jahrtausendsommer 1540, eine der größten Dürrekatastrophen Europas, über das »Jahr ohne Sommer« 1816 bis hin zur Rolle des Klimas bei der Entstehung der Französische Revolution nimmt das Kolloquium die Epochen des Klimawandels in den Blick. Mit dieser historischen Perspektive leistet es einen wertvollen Beitrag zur Debatte rund um die UN-Klimakonferenz, die zwei Wochen später in Paris beginnt.

Historische Klimaforschung – eine hoch innovative Forschungsdisziplin

Seit ihren Ursprüngen in den 1950er Jahren hat die historische Klimaforschung, eine hoch innovative und noch recht junge Disziplin an der Nahtstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften sowohl ihr Spektrum als auch ihren geographischen und zeitlichen Horizont erweitert. Die Tagung in Paris vereint unterschiedliche Generationen und Forschungslinien und bündelt drei momentan vorherrschende Trends: zum einen gibt sie der Klimageschichte einen globalgeschichtlichen Rahmen. Darüber hinaus schaltet sie sich in die aktuelle Debatte über den rezenten, anthropogenen Klimawandel ein. Seit langem hat die historische Klimaforschung dazu wesentlich Beiträge geleistet, indem sie Klimabedingungen vor Beginn von Messungen rekonstruiert und die Konsequenzen historischer Klimaschwankungen untersucht hat. Zuletzt hat sie sich auch in die Diskussion um ein neues erdgeschichtliches Zeitalter, das »Anthropozän«, eingeschaltet, in dem Menschen zu einer quasi-geologischen Kraft im Erdsystem geworden sind, die den globalen Wandel heute antreiben. Menschen- und Klima- bzw. Erdgeschichte werden hier also zusammengebracht und die klassische Trennung von Menschen- und Naturgeschichte damit in Frage gestellt.

Emmanuel Le Roy Ladurie – ein Pionier der Klimaforschung

Der vielfach ausgezeichnete französische Historiker der Annales-Schule lehrte lange Jahre am Collège de France. Seine 1967 erschienene »Histoire du climat depuis l’an mil« gilt bis heute als ein Schlüsselwerk für die Klimaforschung. Mit der Rekonstruktion des Klimas aus historischen Quellen schuf er die Grundlagen für ein Forschungsprogramm, das die Disziplin »mit unsichtbarer Hand in ihre heutige Gegenwart führte« (F. Mauelshagen).

Weitere Informationen:

https://www.dhi-paris.fr/home.html

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news-2203 Tue, 03 Nov 2015 12:10:00 +0100 Neuer Forschungshorizont Afrika /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2203&cHash=ab6d4133b58d45e4cef847079980817e Das DHI Paris lanciert zum 1. November 2015 in Zusammenarbeit mit dem Centre de recherches sur les politiques sociales (Crepos) der Universität Cheikh Anta Diop eine internationale Forschungsgruppe zum Thema »Identität, Identifizierung und Bürokratisierung im subsaharischen Afrika (19.–21. Jh.). Macht, Materialität, Subjektivierung« in Dakar. Diese geographische und thematische Öffnung der Forschungsachsen des DHIP geschieht mit Unterstützung der Max Weber Stiftung und trägt der zunehmenden Internationalisierung der Geschichtswissenschaft Rechnung.

Unter der Leitung von Dr. Séverine Awenengo Dalberto (CNRS/Paris) wird die Forschungsgruppe für drei Jahre an der Universität Cheikh Anta Diop in Dakar der Frage nachgehen, mit welchen Mitteln sich Staaten und andere Institutionen ihre Mitglieder nachweisbar zuordnen und welche Identitätsgefühle aufgrund solcher Identifizierungen entstehen. Über eine Analyse der Personenerfassung als Machttechnologie hinaus geht es darum, die alltäglichen Praktiken von Staatsbürgerschaft und die Eingliederung in ein bürokratisches und schriftbasiertes Staatswesen zu erfassen. 

Dr. Johara Berriane (Berlin/Rabat) und Dr. Amadou Dramé (UCAD) sowie die Doktoranden Kelma Manatouma (Paris Ouest) und Bintou Mbaye (UCAD) werden je eine Fallstudie verfassen und dabei zwei Forschungsachsen verfolgen. Zum einen ist dies die Bürokratisierung der Identität und zum anderen die soziohistorische Fragestellung nach dem Zusammenhang von Ausweis-Identitäten, sozialen Identitäten und Subjektivierung. Zu den assoziierten Wissenschaftlern der Forschungsgruppe zählen Prof. Dr. Ibrahima Thioub und Prof. Dr. Alfred Inis Ndiaye von der Universität Cheikh Anta Dio Dakar.

Die Forschungsgruppe ist über die Universität Cheikh Anta Diop in Dakar hinaus in ein Netz von wissenschaftlichen Partnerinstitutionen und Forschungslaboren eingebunden mit denen verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen geplant sind (Seminare, Winteruniversitäten, Schreibateliers und Kolloquien). Der konstituierende Workshop der Forschungsgruppe findet am 4. November 2015 in Dakar statt.

Kooperationspartner:

  • Max Weber Stiftung
  • Forum Transregionale Studien
  • Institut des mondes africains
  • Fond d’analyses des sociétés politiques (Fasopo) und 
  • das Centre de recherches international (Ceri)/Sciences Po
  • Universität Mohammed VI Polytechnique/UM6P-Rabat

Ansprechpartner im DHI Paris: 

Prof. Dr. Thomas Maissen

Kontakt:

Dunja Houelleu, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 
E-Mail: dhouelleu@dhi-paris.fr, Tel.: +33 (0)1 44 54 24 16

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news-2202 Tue, 27 Oct 2015 12:07:00 +0100 Remembering the Ottoman Past in the Eastern Mediterranean /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2202&cHash=b3de87dbb40efeefb1fbc717dbd14a53 Auftakt zur zweisemestrige Vortragsreihe „Remembering the Ottoman Past in the Eastern Mediterranean“ am Orient-Institut Istanbul (26.10.2015–24.05.2016). Mit dem Zerfall des Osmanischen Reichs in mehr als ein Dutzend Nationalstaaten in Folge der politischen Entwicklungen nach den Balkan-Kriegen und dem Ersten Weltkrieg, wurde das Bewußtsein einer gemeinsamen Vergangenheit in den offiziellen Geschichtsbüchern der Nachfolgestaaten des Osmanischen Reichs weitgehend ausgeblendet.

Die von Dr. Richard Wittmann (Orient-Institut Istanbul) gemeinsam mit Prof. Dr. Evangelia Balta (Programme of Ottoman Studies, National Hellenic Research Foundation, Athen) konzipierte Vortragsreihe widmet sich über den Zeitraum eines akademischen Jahres von Oktober 2015 bis Mai 2015 der Diskussion unterschiedlicher Ausformungen des kulturellen Gedächtnisses in Bezug auf eine geteilte osmanische Vergangenheit in den Ländern des östlichen Mittelmeerraumes. Der mit großzügiger Unterstützung der griechischen Stavros Niarchos-Stiftung ermöglichte Vortragszyklus klinkt sich ein in aktuelle Forschungsschwerpunkte des Orient-Instituts Istanbul und des Programme of Ottoman Studies an der National Hellenic Research Foundation in Athen. Es wird hierbei eine Vielzahl von Quellen in den Blick genommen, die über den üblichen Quellenkanon der Historiker hinausgehen. Durch die Berücksichtigung von Selbstzeugnissen und offiziellen Dokumenten, sowie visuellen und künstlerischen Ausdrucksformen, wird hierbei der Versuch unternommen, die Brüche und Kontinuitäten aufzuzeigen, die aus den grundlegenden politischen Veränderungen des ersten Drittels des 20. Jahrhunderts in diesem zuvor über Jahrhunderte einheitlichen Kulturraum resultieren. In der Tat lassen sich Aspekte des Nachwirkens des zusammengebrochenen Osmanischen Reiches bis in die Gegenwart belegen.

Die Vortragsreihe präsentiert die Arbeiten von internationalen Forscherinnen und Forschern aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit der reichhaltigen ethnischen und kulturellen Vielfalt des östlichen Mittelmeerraums auseinandersetzen. Seit der Antike ist dieser Kulturraum bekanntlich in vielerlei Hinsicht miteinander verflochten. Die Einzelvorträge thematisieren konkrete Ausformungen des Erinnerns an die osmanische Vergangenheit auf der Basis einer Fülle  höchst unterschiedlicher Quellen. Neben den Selbstzeugnissen der einstigen Bewohner sowie Beispielen aus der Regionalliteratur zeigen die Vortragenden auf, wie sich das Bewusstsein an eine gemeinsame Vergangenheit in der Musik, in Film und Photographie, sowie in bestimmten Speisen manifestiert.

Das vollständige Vortragsprogramm kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://www.oiist.org/veranstaltungen/aktuelle-vortragsreihe/.

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news-2201 Tue, 20 Oct 2015 10:58:00 +0200 IEG unterzeichnet Kooperationsvereinbarung mit LabEx EHNE und dem DHI Paris http://www.dhi-paris.fr/de/news/aktuelles/detail/kooperationsvereinbarung-zwischen-dem-ieg-mainz-dem-labex-ehne-und-dem-dhip.html Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz, das französische Excellenzcluster »Écrire une histoire nouvelle de l’Europe« (LabEx EHNE) und das Deutsche Historische Institut in Paris (DHIP) haben eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. news-2200 Thu, 03 Sep 2015 09:35:00 +0200 Stefan Martens (DHI Paris) erhält französischen Verdienstorden /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2200&cHash=f013423d3b96bb4cd51c2f4ea9d1c5aa Stefan Martens, stellvertretender Direktor des DHI Paris, wurde von der französischen Ministerin für Kultur und Kommunikation, Fleur Pellerin, zum Ritter des Ordens der Künste und der Literatur (chevalier de l’orde des Arts et des Lettres) ernannt. Die Französische Republik würdigt damit seine vielfältigen und langjährigen Verdienste um die deutsch-französischen Wissenschaftsbeziehungen. Stefan Martens studierte Geschichte und Philosophie an den Universitäten Frankfurt am Main und Münster/Westf. 1983 promovierte er mit einer Arbeit zur Rolle Hermann Görings in der Außenpolitik des Dritten Reiches. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte der Weimarer Republik, des Dritten Reiches und des Widerstandes, die Geschichte der französischen Dritten Republik und des Vichy-Regimes sowie des Alltags in Europa unter deutscher Besatzung.

Seit 1983 ist Stefan Martens wissenschaftlicher Mitarbeiter im DHI Paris, Leiter der Abteilung Zeitgeschichte und seit 2002 stellvertretender Direktor des Instituts.

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news-2199 Mon, 03 Aug 2015 14:33:00 +0200 "Mensch, Medizin und Gesellschaft" http://www.oiist.org/forschung/mensch-medizin-und-gesellschaft/ Das Orient-Institut Istanbul ist dabei ein neues Forschungsfeld zum Thema "Mensch, Medizin und Gesellschaft" in Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie ins Leben zu rufen. Rasante und dynamische Entwicklungen in Wissenschaft, Medizin und Technik stellen moderne Gesellschaften vor neue Herausforderungen. Daraus ergeben sich Fragen, wie diese Entwicklungen sozio-technische, sozio-kulturelle und sozio-politische Prozesse beeinflussen. Für eine junge und dynamische Gesellschaft wie die türkische, sind diese Fragen besonders wichtig. Daher baut das Orient-Institut Istanbul das neue Forschungsfeld „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ unter der Leitung der Dipl.-Soz.-Wiss. Melike Şahinol auf.

Aufgabe des Forschungsfelds ist es, diese Prozesse systematisch zu untersuchen und dabei die Folgen dieser Dynamiken für Mensch und Gesellschaft zu verstehen. Innerhalb dieses Forschungsfeldes werden beispielsweise Technik-Körper-Konfigurationen und Aushandlungsprozesse über Gestalt und Wesen des Menschen behandelt. Darunter fallen Themen wie „Optimierung“ des Menschen, z. B. durch Körpermodifikationen wie Schönheitsoperationen, aber auch durch Monitoring von Vitalparametern (Self-Tracking), Reproduktionstechnologien sowie Formen der Manipulation des menschlichen Erbguts.

Das Orient-Institut Istanbul ist ein turkologisches und regional-wissenschaftliches Forschungsinstitut im Verbund der Max Weber Stiftung. In enger Kooperation mit türkischen und internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern widmet sich unser Institut einer Vielzahl unterschiedlicher Forschungsgebiete. Zentraler Kooperationspartner des Orient-Instituts im Forschungsfeld „Mensch, Medizin und Gesellschaft“ ist das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie.

Bei Fragen zu diesem neuen Forschungsfeld steht Ihnen dessen Leiterin Melike Şahinol gerne zur Verfügung.

Kontakt

Melike Sahinol
Orient-Insitut Istanbul
Susam Sokak 16-18, D. 8
TR-34433 Cihangir – Istanbul

sahinol(AT)oidmg.org

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news-2198 Wed, 22 Jul 2015 08:44:00 +0200 Nachruf auf Professor Masahiko Aoki /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2198&cHash=00407d7742d2e028b518a2ded3e1c553 Das Deutsche Institut für Japanstudien (DIJ) Tokyo und die gesamte Max Weber Stiftung trauern um Professor Masahiko Aoki, der am 15. Juli in Palo Alto starb. Professor Aoki war einer der international renommiertesten japanischen Wirtschaftswissenschaflter.  Seine vergleichende institutionelle Forschung zu Unternehmen, Corporate Governance und Wirtschaftssystemen hatte einen nachhaltigen Einfluss über die Japanforschung hinaus. Er war Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des DIJ von 2004 bis 2008. Wir konnten von seinem fachkundigen Rat und seinem internationalen Erfahrungsschatz reichlich profitieren.

 

 

The DIJ Tokyo and the Max Weber Foundation are sad to announce the death of Professor Masahiko Aoki, who passed away on 15 July 2015, in Palo Alto. Professor Aoki has been one of the internationally most renown Japanese economists. His comparative institutional research on firms, corporate governance and economic systems had a lasting impact beyond Japanese Studies. From 2004 to 2008 he served as a member of the DIJ's scientific advisory board. We greatly benefited from his advice and rich international research background.

 

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news-2197 Wed, 08 Jul 2015 15:36:00 +0200 Historisches Kolleg: "Das Maß aller Dinge" bei ARD-alpha http://www.historischeskolleg.de/aktuelles/archiv-pressemitteilungen/pressemitteilungen/vortraege-von-zwei-stipendiaten-des-historischen-kollegs-bei-ard-alpha/ Peter Kramper, ehemaliger Mitarbeiter am DHI London, stellt kommende Woche in der Reihe "alpha-Campus" der ARD Erkenntnisse aus seiner Forschung über das Messen, Zählen und Wiegen im modernen Westeuropa vor. Die Sendung wird am Mittwoch den 15. Juli 2015 um 19:00 Uhr auf ARD-alpha ausgestrahlt. news-2196 Wed, 01 Jul 2015 13:40:00 +0200 Neue Interviewreihe auf unserem TRAFO-Blog "All Things Transregional" https://trafo.hypotheses.org/2456 Was bedeutet Transregionale Forschung? Wem kann sie nützen? Wo sind ihre Grenzen? Mit der neuen Interviewreihe »All Things Transregional« eröffnen wir die Diskussion und fragen ausgewiesene WissenschaftlerInnen nach ihren Erfahrungen, wichtigen Themen und der Zukunft der transregionalen Studien. Die Gesprächsreihe beginnt mit Sebastian Conrad, Professor für Global History an der Freien Universität Berlin und Mitglied des Vorstands des Forum Transregionale Studien. news-2195 Mon, 18 May 2015 11:41:00 +0200 Besuch beim Forschungsverbund "Bilderfahrzeuge" /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2195&cHash=3eb4f1ec757be823d55ec405db995614 Während seines London-Aufenthalts am 15. Mai 2015, nahm der Präsident der Max Weber-Stiftung, Prof. Dr. Hans van Ess, die Gelegenheit wahr, dem Forschungsverbund "BILDERFAHRZEUGE - Aby Warburg's Legacy and the Future of Iconology" einen Besuch abzustatten. Der interdiziplinäre Forschungsverbund wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Zusammenarbeit mit der Max Weber Stiftung am Warburg Institute der Universität London eingerichteten und widmet sich der Erforschung der Wanderung von Bildern, Objekte, Waren und Texten. Kurz gesagt der Wanderung von Ideen in einem breiten historischen und geografischen Kontext.

Neben einem ausführlichen Gespräch mit dem Sprecher des Forschungsverbunds, Prof. Dr. Andreas Beyer, über die Struktur und Zielsetzung, stand die Begegnung mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Projekts im Zentrum, die ihre jeweiligen Teilprojekte und die gemeinsamen Aktivitäten des Forschungsverbunds präsentierten. Den Abschluss des Besuchs bildete eine Führung durch das am Warburg Institute angesiedelte persönliche Archiv Aby Warburgs (1866-1929), das zusammen mit den Beständen der Kulturwissenschaftlichen Bibliothek Warburg 1933 von Hamburg nach London verbracht und so vor dem Zugriff und der Zerschlagung durch die Nationalsozialisten gerettet wurde.

Dr. Eckart Marchand, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsverbunds im Warburg Archiv, erläuterte, unter anderem, die Funktion der legendären "Zettelkästen" Warburgs, vor deren Hintergrund auch ein Foto entstand.

Weitere Informationen und Beiträge zum Forschungsverbund unter: iconology.hypotheses.org

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news-2194 Thu, 07 May 2015 12:18:00 +0200 Befreiung? Sieg? Niederlage? Interviews zum Kriegsende (3): Polen http://mws.hypotheses.org/26857 Im Rahmen des 70. Jahrestags des Kriegsendes in Europa eröffnet die Max Weber Stiftung einen Einblick in die Erinnerungskultur der Gastländer ihrer Institute. Neben einer Auseinandersetzung mit dem Gedenken an 1945 geben wir auch einen kurzen Einblick in die jeweiligen Forschungstendenzen zum Zweiten Weltkrieg. Paweł Brudek, ein ehemaliger Stipendiat am Deutschen Historischen Institut Warschau, schildert in folgendem Interview wie an das Kriegsende in Polen erinnert wird. news-2193 Wed, 06 May 2015 09:28:00 +0200 "Es gibt kein richtiges Gedenken am falschen Ort" http://www.deutschlandradiokultur.de/denkmalstreit-in-warschau-es-gibt-kein-richtiges-gedenken.2156.de.html?dram:article_id=319003 Katrin Stoll vom DHI Warschau im Interview mit Deutschlandradio Kultur zum Streit um das "Denkmal der Gerechten" in Polen. news-2192 Wed, 06 May 2015 09:10:00 +0200 Befreiung? Sieg? Niederlage? Interviews zum Kriegsende (2): Italien http://mws.hypotheses.org/26849 Im Rahmen des 70. Jahrestags des Kriegsendes in Europa eröffnet die Max Weber Stiftung einen Einblick in die Erinnerungskultur der Gastländer ihrer Institute. Neben einer Auseinandersetzung mit dem Gedenken an 1945 geben wir auch einen kurzen Einblick in die jeweiligen Forschungstendenzen zum Zweiten Weltkrieg. Wie an das Kriegsende in Italien erinnert wird, schildert Lutz Klinkhammer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Rom. news-2191 Tue, 05 May 2015 09:53:00 +0200 Befreiung? Sieg? Niederlage? Interviews zum Kriegsende (1): Frankreich http://mws.hypotheses.org/26843 Im Rahmen des 70. Jahrestags des Kriegsendes in Europa eröffnet die Max Weber Stiftung einen Einblick in die Erinnerungskultur der Gastländer ihrer Institute. Neben einer Auseinandersetzung mit dem Gedenken an 1945 geben wir auch einen kurzen Einblick in die jeweiligen Forschungstendenzen zum Zweiten Weltkrieg. Den Anfang macht Stefan Martens, Stellvertretender Direktor des Deutschen Historischen Institut in Paris. news-2190 Mon, 10 Nov 2014 15:59:00 +0100 Neue Quelleneditionen aus der Max Weber Stiftung /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2190&cHash=a2f038b3d9949ed65d510fce9281e3ee Auf quellen-perspectivia.net stehen nun der Briefwechsel zwischen Henri Fantin-Latour und Otto Scholderer (1858-1902) des DFK Paris und das "Judenporzellan" der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten online zur Verfügung. Briefwechsel zwischen Henri Fantin-Latour und Otto Scholderer (1858-1902)

Hg. von Mathilde Arnoux, Thomas W. Gaehtgens und Anne Tempelaere-Panzani Kritische Online-Ausgabe 2014

http://quellen-perspectivia.net/fantin-scholderer

 

Das "Judenporzellan"

Eine kommentierte Quellenpräsentation zur Rechts- und Sozialgeschichte der Juden im friderizianischen Preußen (1769–1788)

Hg. von Tobias Schenk

2., leicht geänderte Auflage 2014

http://quellen-perspectivia.net/judenporzellan

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news-2189 Tue, 16 Sep 2014 11:48:00 +0200 dpa-Interview mit Prof. Heinz Duchhardt zum Wiener Kongress /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2189&cHash=32fe13a7bb66c393c73f90fce669541e Wien (dpa) - Die Feldzüge Napoleons hatten die Grenzen und Machtverhältnisse in Europa neu geordnet. Nach der Niederlage des Korsen galt es, eine neue, möglichst beständige Ordnung zu finden. Aus Sicht des Mainzer Historikers Heinz Duchhardt hat - bei aller berechtigten Kritik - der Wiener Kongress nicht ungeschickt agiert. Frage: Wie sehr trifft das Bonmot: «Der Kongress tanzt, aber er bewegt sich nicht» das Geschehen? 

Antwort: Gerade zum Jahreswechsel 1814/1815 konnten die Bürger Wiens durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Kongress vor allem tanzt - es gab viele Feuerwerke, Paraden, Redouten und Bälle. Die Stimmungslage vieler Teilnehmer schwankte zwischen einer vorläufigen Langeweile und Amüsement. Die Arbeit schien in den Hintergrund gedrängt. 

Frage: Das ist aber nur die halbe Wahrheit? 

Antwort: In Wirklichkeit gab es aber schon sehr intensive Gespräche in allen möglichen Konstellationen, aber nie in einem Plenum. Thematisch ausgerichtete Kommissionen und Komitees spielten eine zentrale Rolle. Das war eine neue Stufe des Kongresswesens. 

Frage: Wurde nach der gewaltvollen Neugestaltung Europas durch Napoleon die Uhr einfach wieder zurückgedreht? 

Antwort: Nein. Es war keine einfache «Restauration» der Lage vor Napoleon. Es war vielmehr eine zeitgemäße Fortentwicklung der europäischen Landkarte, eine zeitgemäße Antwort auf Napoleon, dessen Eingriffe in die politischen Strukturen zu einem guten Teil übernommen werden. Die Wiener Ordnung basiert auf dem Syndikat der fünf Großmächte. 

Frage: Welche Hoffnungen erfüllten sich nicht? 

Antwort: Hoffnungen gerade der Deutschen auf nationale Einheit wurden enttäuscht. Viele Menschen haben sich mehr erwartet, beispielsweise einen Kanon von Menschen- und Bürgerrechten.

Frage: Welcher Fehler wurde - gerade im Rückblick - gemacht? 

Antwort: Das Osmanische Reich hat weder als Beobachter noch als Mitglied am Kongress teilgenommen. Zwar galt das Osmanische Reich noch nicht als «kranker Mann am Bosporus», aber gewisse Dekadenzerscheinungen waren spürbar. Der Balkan blieb ungeordnet und wurde zum Pulverfass, das hundert Jahre später zünden wird.

 

Mit freundlicher Genehmigung der dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH, Hamburg, www.dpa.de

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news-2188 Thu, 17 Jul 2014 11:14:00 +0200 DHI Warschau zu Gast beim Bundespräsidenten /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2188&cHash=2afee8e8cb2e844e2f181808fd4daed1 Maciej Górny, Historiker und Langzeit-Stipendiat am DHI Warschau, nahm an der Gedenkveranstaltung des Bundespräsidenten Gauck zum Ersten Weltkrieg teil. Am 27. Juni 2014, dem Vorabend des 100. Jahrestages des Attentats von Sarajewo organisierte Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue einen Tag der Erinnerung und des Ausblicks, an dem auch Maciej Górny vom DHI Warschau teilnahm.

Den Schwerpunkt des Tages bildeten die unterschiedlichsten europäischen Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg, die Entwicklung Europas in den vergangenen 100 Jahren und die internationale Theaterproduktion „Front“.

Zu der Veranstaltung wurden internationale Gäste aus Kultureinrichtungen, zeithistorischer Lehre sowie Forschung und Politik eingeladen. Teil der Veranstaltung war eine Podiumsdiskussion, in der  Historiker aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Kroatien, Polen, Russland und der Türkei über die Frage debattierten, wie unterschiedlich in ihren Ländern an den Ersten Weltkrieg erinnert werde und welchen gemeinsamen Erfahrungshorizont es gebe.

Polen wurde durch den Langfristgastforscher am Deutschen Historischen Institut Warschau - Maciej Górny  vertreten. Er publizierte gerade mit Włodzimierz Borodziej das Buch: „Nasza wojna. Imperia, 1914-1916“. („Unser Krieg. Imperien, 1914-1916“).

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news-2187 Thu, 27 Mar 2014 09:16:00 +0100 Verdienste um die deutsch-polnische Zusammenarbeit /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2187&cHash=7399b3449755c78f4b1f7df766dad8f6 Osteuropa-Historiker Prof. Dr. Eduard Mühle, Direktor der Abteilung für Osteuropäische Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), hat den polnischen Alexander-von-Humboldt-Forschungspreis erhalten. Prof. Dr. Eduard Mühle, Direktor der Abteilung für Osteuropäische Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, hat den polnischen Alexander-von-Humboldt-Forschungspreis erhalten. Die mit 24.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Stiftung für die Wissenschaft in Polen – dem polnischen Pendant der Deutschen Forschungsgemeinschaft – in Kooperation mit der deutschen Alexander-von-Humboldt-Stiftung vergeben. Mit dem Preis ist eine Einladung zu einem insgesamt sechsmonatigen Aufenthalt an einer polnischen Forschungseinrichtung verbunden.

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news-2186 Wed, 26 Mar 2014 17:39:00 +0100 Prof. Dr. Hartmut Berghoff im Wissenschaftlichen Beirat der GuG /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2186&cHash=2bb6d29d25acc6d80a956c62157142e1 Im März trat der Direktor des DHI Washington dem Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GuG) bei.

Prof. Dr. Hartmut Berghoff, der Direktor des DHI Washington wurde diesen Monat in den Wissenschaftlichen Beirat der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GuG) gewählt.

Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. (GUG) ist eine international anerkannte wissenschaftliche Einrichtung zur Förderung der unternehmenshistorischen Forschung. Sie ist im Council der European Business History Association (EBHA) vertreten und Mitglied der International Economic History Association (IEHA).

Die GUG stellt allen interessierten Wissenschaftlern ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch bereit. Dazu organisiert sie beispielsweise Vortragsveranstaltungen, Symposien und Arbeitskreise.

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news-2185 Mon, 24 Mar 2014 14:47:00 +0100 Auszeichnung für Professor Rex Rexheuser /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2185&cHash=97fb9b4d46e1a6100fbba3deebc903f8 Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau erhält das Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen für Verdienste um die Entwicklung der deutsch-polnischen Wissenschaftszusammenarbeit. Am 24. März wurde die Auszeichnung in der polnischen Botschaft in Berlin in Anwesenheit von Fachkollegen und Weggefährten überreicht.

Prof. Rex Rexheuser war Gründungsdirektor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau und leitete es von 1993-1998. Der polnische Botschafter Jerzy Marganski unterstrich in seiner Rede, dass es „dank der Offenheit und Freundlichkeit des Professors gelungen  sei, eine Atmosphäre partnerschaftlichen Dialogs zwischen den deutschen und polnischen Historikern zu schaffen.“ Diese Auszeichnung sei darüber hinaus auch eine Wertschätzung der bereits über zwanzig Jahre währenden Arbeit des Deutschen Historischen Instituts in Warschau.  

Die Laudatio auf Prof. Rexheuser hielt der Direktor des Zentrums für Historische Forschungen der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin, Prof. Robert Traba.

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news-2184 Wed, 19 Feb 2014 09:51:00 +0100 "Spannender als die Vatileaks-Affäre“ /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2184&cHash=f442fc2b2c5e3f9fe44a2289842bf498 Die DFG verlängert ihre Unterstützung des Kooperationsprojektes des DHI Rom, der WWU Münster, und des Vatikanischen Geheimarchivs zur Erforschung vertraulicher Vatikan-Dokumente. news-2183 Wed, 12 Feb 2014 10:32:00 +0100 The Consumer on the Home Front /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2183&cHash=3a3f7f230fd0518947c2bc18b6353cbf Bericht von Jan Logemann über die gemeinsame Tagung "The Consumer on the Home Front: Second World War Civilian Consumption in Comparative Perspective" (05.12.-07.12.2013, London) des DHI London, des DHI Washington und des DHI Moskau. The home front of World War II is increasingly recognized by historians as a vital part of not only military strategies during a war with an unparalleled degree of civilian mobilization, but also as a catalyst for broader social developments for example in gender and race relations. Collaboratively organized by three German Historical Institutes, this conference looked at the relationship of war and mass consumption and the role of the consumer in the war efforts of Germany, Japan, the Soviet Union, the United Kingdom, Canada, and the United States. While mass consumption has long been associated primarily with liberal democracies, research on Nazi Germany as well as Communist countries has demonstrated the degree to which these regimes also engaged the growing importance of mass consumption – even if in the Soviet case the structures of a mass consumer society did not fully develop until after the war. In the context of the war, however, the state rather than the market often played a central role in organizing consumption across all regimes. Next to comparative questions of how war time consumption was organized and experienced, many papers also highlighted transnational exchanges and learning processes.

HARTMUT BERGHOFF (Washington) introduced the conference topic by highlighting the significance that all major powers attributed to civilian consumption during World War II, building on the lessons from the preceding war. The “modern” home front under conditions of total war was seen as paramount to maintaining civilian morale which meant that a shift to military consumption was inherently limited. Minimum standards of provisioning and a sense of distributional justice had to be ensured, consumers were mobilized to participate in production, conservation, and distribution efforts. Consumption in fashion and entertainment also served as a form of distraction while planners and marketing professionals in many countries fostered forms of “virtual consumption,” the promise of a consumerist postwar future which created a lasting legacy. SHELDON GARON (Princeton), in the first keynote address, emphasized the global and transnational nature of home front planning which runs counter to prevailing myths and narratives of national distinctiveness in collective memories of wartime experience. Taking Japan as his vantage point, Garon highlighted shared challenges in maintaining production and morale, in food security and rationing. Far from unique, the Japanese like other powers, paid close attention to the lessons of World War I with its blockades, shortages, and ultimate home front collapses. They drew on a growing international body of knowledge in nutritional science to prepare for the coming war and mounted an (ultimately failed) attempt to maintain food self-sufficiency during the war. As clothing became increasingly uniform and much of the nascent consumer goods industry was converted to wartime production, food consumption became ever more central to the Japanese war experience by the end of the conflict.

Securing civilian nutrition was generally a central element in wartime efforts to maintain the home front, as explored in the first two panels of the conference. Rationing and price controls were part of the war experience in all societies under consideration here, albeit to significantly different degrees. Food provisioning was the central challenge in the Soviet Union, as WENDY GOLDMAN (Pittsburgh) showed, and deprivation was the predominant experience of most Russian civilians. Rationing was almost entirely handled through institutional canteens while the retail sector was virtually non-existent. Still, the intricate rationing system was riddled with inequalities and corruption, often failing to provide factory workers with the bare minimum needed for survival. The consumer as an individual receded into the background in the Japanese case as well. ERICH PAUER (Marburg) discussed the role of neighborhood organizations in organizing rice rationing and the increasingly centralized distribution system which had supplanted private retailers and markets by the end of the war. In Germany, by contrast, consumer choice remained more viable and certain indulgences were seen as essential to morale. NICOLE PETRICK-FELBER (Jena) showed that while coffee consumption – due to a collapse of imports – almost entirely shifted to surrogate products, tobacco remained “vital” to the war effort. Cigarette production continued, but after 1944 the state increasingly lost control over the rationing process as black markets emerged. For the Western Allies, the situation was entirely different, as INES PRODOEHL’s (Washington) paper demonstrated. She analyzed the Combined Food Board, an international body set up in 1942 to organize the distribution of U.S. agricultural surpluses to allied nations. While shortages in areas such as fats and oils riddled Western Allies as well, American abundance and the global access to goods ensured that starvation was of little concern in the West.

Differences in available supply and the distribution of food stuffs made for very different experiences in home front consumption by civilian consumers. In the United Kingdom, as INA ZWEINIGER-BARGIELOWSKA (Chicago) explained, scarcity, not starvation, was the primary experience. While a “flat rate” rationing system promised a sense of equitable sacrifice, black markets, self-supplied consumers in the country-side and the possibility to circumvent rationing in restaurants posed challenges to the “fair share” principle and its promise to mitigate class distinctions. Still, many postwar Britons would go on to memorialize a mythical “wartime community.” Many Germans, too, FELIX RÖMER (London) argued, viewed the home front situation in a relatively positive light. Based on U.S. surveys among German POWs, he analyzed the views of Wehrmacht soldiers regarding the food situation on the home front and cross-referenced them with research about the German rationing system. In the soldiers’ perception, he concluded, the maintenance of sufficient caloric intake outweighed the negative experience of deteriorating food quality, which was not least due to the vivid memory of conditions during the First World War. DONALD FILTZER (London) analyzed Soviet home front experiences by looking at infant mortality rates. Poor hygiene and pervasive illnesses as well as shortages in milk and fuel presented rife conditions for mass mortality, which indeed spiked early in the war. Yet, overall, the war saw an eventual decline in mortality which could in part be attributed to state programs, but also speaks to the already high levels of mortality prior to the war and the continuity in experiences of deprivation and scarcity that for many Russian consumers spanned from the interwar to the postwar period.

The subsequent panel on wartime advertising provided a stark contrast to the realities of malnutrition in some countries and provided furthermore surprising parallels between liberal democracies such as the UK and the US and the more organized economy of Nazi Germany. DAVID CLAMPIN (Liverpool) related the British case where advertisers were keen to contribute to the war effort, but also careful to maintain brand-awareness and to encourage future consumption. Postwar visions of consumerism took the form of either forward-looking visions of modernity or a nostalgic promise of return to the “good old days.” The anticipation they stoked, however, proved to be a political liability as rationing continued after the war. Many American advertisers, CYNTHIA LEE HENTHORNE (New York) argued, also blurred the line between government propaganda and commercial ads. The overriding concern of U.S. industry, however, was to insure a return to an unfettered market economy in the postwar years. The consumerist world of tomorrow was to be a world of free enterprise. German advertisers, as PAMELA SWETT (Hamilton) showed, also pursued their own commercial interests. While consumer goods ads linked consumption and national expansionism, industry struggled to retain a degree of distance from the regime especially towards the end of the war. Maintaining brand awareness during rationing was central for German admen, too, and Swett’s examples suggested a surprising degree of continuity from the pre- to the postwar period.

Wartime nations thus frequently relied on “virtual consumption,” the deference of immediate consumer satisfaction in anticipation of later rewards. Next to advertising, the commercial entertainment industry was utilized to boost morale and to influence consumer desires. MILA GANEVA (Oxford, OH) discussed the prominence of fashion in wartime German media, from magazines to movies. While managing scarcity was an acknowledged reality, the imaginary consumption of luxury high fashion retained a prominent place in the media landscape. Even in the Soviet Union, as SERGEJ ZHURAVLEV (Moscow) showed, new fashion magazines appeared during the war. While textiles were extremely difficult to attain, wartime photographs attest to a continuous concern with appearing fashionable among many Russian civilians. Despite a widespread struggle for survival, Russian workers in provincial factories also often had their first encounters with theater and ballet as cultural institutions were displaced from the major population centers. ERINA MEGOWAN (Washington) argued that the Soviet policy of bringing “high culture” and brigades of performers to the hinterland during the war was well received and had a lasting impact on cultural consumption across the country. In Germany, by contrast, as NEIL GREGOR (Southampton) suggested, the continued practice of regular attendance of symphonic concerts attested to a continuation of “banal social habits” and a sense of everyday normalcy amidst total war. At least in certain areas, “normal life” persisted and a shortage in material goods meant that surplus incomes during the war could be spent on entertainment. This panel certainly raised questions about the paradoxes of wartime consumption and the at times jarring juxtaposition of cultural consumption and entertainment with pervasive mass death.

The final part of the conference focused on the legacies of wartime consumption. FRANK TRENTMANN (London) opened this section with the second keynote address. He challenged the audience to consider the implications of the war for the long-term development of mass consumption especially in the Western World. On the one hand, 1945 was not the dramatic break that is often assumed and consumer desires were long-rooted and well-developed prior to a war which did not fundamentally challenge them. On the other hand, the war left its mark on postwar mass consumption. It widened the transatlantic gap in consumption levels, it shifted tastes through wartime migration and exchanges, and it impacted generational patterns of consumption. Finally, the war heightened belief in the possibility of statecraft and planning for consumption, leading to a secular rise in taxation and public forms of consumption across Western nations.

The papers in the final panel then looked at various legacies of the war primarily through its impact on expert communities. JAN LAMBERTZ (Washington) discussed the wartime and postwar studies of U.S. and British nutrition experts which yielded new analytical techniques for measuring human “need” and “deficiencies” and which would find later application in defining civilian health standards. Looking at Canada, BETTINA LIVERANT (Calgary) showed the impact of the war on economists and policy experts. Canada’s experiences with strategic austerity, with rationing, price freezes and consumer surveys, which pre-dated those of its U.S. American neighbor, informed postwar efforts in controlling consumer spending and inflation within the framework of a Keynesian economic policy. JAN LOGEMANN (Washington) similarly argued that the wartime expansion of state-sponsored market research in the United States acted as a catalyst for postwar transformations in marketing research. Focusing on three prominent émigré consumer researchers, the paper traced both transnational transfers in consumer psychology and the entanglement of commercial, academic and government research that connected the warfare state to the postwar consumer’s republic. In the Soviet Union, OLEG KHLEVNYUK (Moscow) showed, basic structures of provision remained in place from the 1930s to the 1950s, but victory in the war promoted a growing gap between consumer expectations and the continued reality of shortages. Especially as Russian soldier came into contact with consumption levels in other parts of Europe, pressures for reform mounted leading to a “new course” after Stalin’s death. The impact of war preparations on innovations in the food industry, finally, was at the center of UWE SPIEKERMANN’s (Washington) paper, which traced the effects of efforts by German nutrition experts to improve military food. Iconic consumer goods of the postwar economic miracle, such as instant potato dumplings, he showed, were literally field tested during the war. His paper also provided an important reminder of how closely consumption on the military front and on the civilian home front were intertwined.

The concluding discussion, led by Hartmut Berghoff (Washington) and Andreas Gestrich (London), emphasized the surprising degree to which continuities could be traced in various areas of consumption from the pre- to the postwar eras. Especially for the more developed consumer economies, World War II was not as decisive a break in the long-term development of mass consumption. It did provide, however, a point for broader implicit and explicit societal debates about the role of consumption between market and state, individual and community. Despite structural similarities in the challenges posed by wartime consumption and parallel developments across regimes, the comparative look made clear that the experience for consumers also varied tremendously among the countries surveyed, with the United States and the Soviet Union representing opposite ends of a spectrum between curtailed affluence and mass deprivation. The everyday wartime experience, for example in the various constellations of black or grey market activity, was finally noted as an important field for future research – especially as the memories of wartime sacrifices helped shape the cultures of mass consumption in subsequent decades.

Conference Overview:

Welcome: Andreas Gestrich (GHI London)

Introduction: Hartmut Berghoff (GHI Washington)

Keynote: Sheldon Garon (Princeton University), The Transnational Home Front: One Perspective from Japan

Panel I: Feeding the Home Front / Management
Chair: Nikolaus Katzer (GHI Moscow)

Wendy Z. Goldman (Carnegie Mellon, Pittsburgh), The Hidden World of Soviet Wartime Food Provisioning: Rationing, Inequality, and Corruption

Nicole Petrick-Felber (University of Jena), Deprivation and Indulgence: the Nazi Consumption Policy on Tobacco and Coffee

Erich Pauer (University of Marburg), Neighbourhood Associations and Food Distribution in Japanese Cities in the Second World War

Ines Prodöhl (GHI Washington), The Food Front: Coordinating the Provision and Consumption of Food in the United States, Great Britain, and Canada

Panel II: Food / Experience
Chair: Uwe Spiekermann (GHI Washington)

Ina Zweiniger-Bargielowska (University of Illinois at Chicago), Food Consumption in Britain during the Second World War

Felix Römer (GHI London), Consumers in Uniform: The German Home Front seen from the Frontlines

Donald Filtzer (University of East London), Children on the Soviet Home Front: Nutrition, Health, and Mortality

Panel III: Advertising
Chair: Hartmut Berghoff (GHI Washington)

David Clampin (University of Liverpool), British Commercial Press Advertising in the Second World War and the Definitions of the Post-War World

Cynthia L. Henthorn (Independent Scholar, New York), Selling a better America: Advertising Strategies of the World War II on the American Home Front

Pamela Swett (McMaster University, Hamilton), Ads amid Ashes: Commerce and Consumption in Germany, 1939-1945

Panel IV: Fashion & Culture
Chair: Jan Logemann (GHI Washington)

Mila Ganeva (Miami University, Oxford, OH), Vicarious Consumption: Fashion Media and Film in Germany during the War Years 1939-43

Erina Megowan (Georgetown University, Washington), Cultural Consumption and Civilian Mobilization: Evacuated Cultural Institutions and the Soviet Hinterland in the Second World War

Neil Gregor (University of Southampton), Consuming the Canon: The Symphonic Concert Hall and its Audiences in Germany 1939-1945

Sergej Zhuravlev (Russian Academy of Sciences, Moscow), War and Fashion: the Soviet Experience

Keynote: Frank Trentmann (Birkbeck College, London), The Lesson of War: Circulation, Constraint and Collective Provision in Consumer Societies

Panel V: Legacies
Chair: Felix Römer (GHI London)

Jan Lambertz (USHMM, Washington), Measuring Human Needs in the Era of the Second World War

Bettina Liverant (University of Calgary), Strategic Austerity on the Canadian Home Front

Oleg Khlevnyuk (Russian State Archive, Moscow), The War after the War: The Soviet Mobilization Model and Mass Consumption in the 1940-50s

Jan Logemann (GHI Washington), From Wartime Research to Post-War Affluence: European Émigrés and the Engineering of American Wartime Consumption

Uwe Spiekermann (GHI Washington), A Consumer Society shaped by War: The German Experience 1935-1955

Conclusion and Final Discussion:
Hartmut Berghoff (GHI Washington) / Andreas Gestrich (GHI London)

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news-2182 Tue, 28 Jan 2014 10:30:00 +0100 Trauer um Christian Kirchner /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2182&cHash=3609c2b2a189e4b0fd40e941c2762858 Das Deutsche Institut für Japanstudien (DIJ) und die gesamte Max Weber Stiftung trauern um ihren engagierten Förderer, Prof. Dr. iur. Dr. rer. pol. Dr. h. c. Christian Kirchner, der am 17. Januar 2014 in Berlin verstarb. Von 2003 bis 2011 war er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des DIJ und seit 2006 dessen Vorsitzender. Mit großem Engagement begleitete er die Arbeit des Stiftungsrates und trug wesentlich zum Gelingen des neuen Stiftungsgesetzes im Jahr 2009 bei. Voller Dankbarkeit blicken wir auf sein leidenschaftliches Wirken in Wissenschaft und Praxis sowie auf seine Verdienste als Pionier der ökonomischen Theorie des Rechts zurück. Seine beeindruckende Energie und seine humorvolle Herzlichkeit werden wir sehr vermissen.

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news-2181 Fri, 20 Dec 2013 09:55:00 +0100 Thomas Maissen Mitglied des Preisverleihungskomitees der Internationalen Stiftung Preis Balzan /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2181&cHash=0a5bcbace0e33ae05eab1f38446586b0 Der Direktor des DHI Paris wurde ins Kommitee der Internationalen Stiftung Preis Balzan berufen, die weltweit die Kultur und Wissenschaften sowie verdienstvolle Initiativen für Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern fördert. Das Preisverleihungskomitee der Internationalen Stiftung Preis Balzan setzt sich aus zwanzig bedeutenden europäischen Gelehrten und Wissenschaftlern zusammen, die jedes Jahr die auszuzeichnenden Preisgebiete festlegen und die Balzan-Preisträger ermitteln.

Die Internationale Stiftung Preis Balzan fördert weltweit die Kultur und Wissenschaften sowie verdienstvolle Initiativen für Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern. Zur Verwirklichung ihrer Ziele werden alljährlich vier Preise verliehen, zwei auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie der Kunst und zwei auf dem der Physik, Mathematik, Naturwissenschaften und Medizin.

Die Balzan-Preise werden an Forscher, Wissenschaftler bzw. Künstler vergeben, die in ihrem Tätigkeitsbereich international anerkannte Leistungen erbracht haben. Seit 2001 müssen die Preisträger laut Statuten die Hälfte der Preissumme für Forschungsprojekte verwenden, an denen vorzugsweise junge Wissenschaftler beteiligt sind.

Weitere Informationen

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news-2180 Mon, 30 Sep 2013 10:46:00 +0200 Bericht zur Tagung am DHI Paris: "Frankreich und die deutsche Frage, 1945-1990" http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=5041 Vom 7. bis zum 9. Februar fand am Deutschen Historischen Institut Paris, in Kooperation mit der Universität Sorbonne Nouvelle und der Universität Panthéon-Sorbonne, die Tagung „Frankreich und die deutsche Frage, 1945-1990“ statt. Der Tagungsbericht dazu befindet sich bei HSozuKult.

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news-2179 Tue, 16 Jul 2013 10:49:00 +0200 Hartmut Berghoff in Editorial Advisory Board des JHRM berufen /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2179&cHash=c281183ddb737b3c2f34a0b76a19fba7 Der Direktor des DHI Washington, Hartmut Berghoff, wurde im Juli 2013 in den Editorial Advisory Board des Journal of Historical Research in Marketing (JHRM) berufen. Bei dem in der USA seit 2009 herausgegebenen und von der Emerald Group Publishing Limited verlegten Zeitschrift handelt es sich um das einzige "peer-reviewed academic journal", das sich auf die Geschichte der Marketingpraxis und die Dogmengeschichte des Marketing konzentriert.

Zum Mission statement des Journals

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news-2178 Fri, 14 Jun 2013 14:23:00 +0200 Ausstellung zum 60. Jahrestag des DDR-Volksaufstands mit dem DHI Warschau /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2178&cHash=42cc86ceb88a49a7c61175373eb56fc7 Die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierte Ausstellung wird in Warschau unter Federführung der Deutschen Botschaft Warschau gezeigt, in Kooperation mit dem DHI Warschau und der Universität Warschau. Externer Link

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news-2177 Thu, 06 Jun 2013 09:56:00 +0200 Nadia von Maltzahn vom OI Beirut mit einem Beitrag im ITB infoservice /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2177&cHash=a1fdd44ca9d1eed87c44e9d1aecdfc05 Die Mitarbeiterin des Orient-Instituts Beirut mit einem interessanten Artikel zum Thema "Kulturfoschung: Die arabische Gruppe für Kulturpolitik". Externer Link

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news-2176 Tue, 14 May 2013 10:33:00 +0200 Das neue Magazin der Max Weber Stiftung – Weltweit vor Ort 01/2013 /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2176&cHash=6a1071fa15ea1772f96c05378ccfb46c Das neue Magazin der Max Weber Stiftung beschäftigt sich im Schwerpunkt mit transregionaler Forschung und transnationaler Geschichte. Es enthält Beiträge der Institute in Paris (DFK), London, Moskau, Warschau und Beirut. Inhalt

Grußwort (Heinz Duchhardt)

Point de Vue
Im Gespräch mit der Preisträgerin des Internationalen Forschungsförderpreises 2013 Isabel V. Hull

Thema
Armut und Bildung in Indien. Die Transnationale Forschungsgruppe des Deutschen Historischen Instituts London (Indra Sengupta, Neu-Delhi)

Im Dialog
Georges Khalil über transregionale Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Gesche Schifferdecker, Bonn)

Nachrichten

Veranstaltungen

Aus den Instituten
Inverted Worlds – Congress on Cultural Motion in the Arab Region (Nadia von Maltzahn, Beirut)
Binational und multilateral: Das Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris definiert seine Mission (Andreas Beyer, Paris)

Forschung
Zwischen nationaler Identität und transnationaler Verflechtung. Grenzüberschreitende Forschungsperspektiven (Ruth Leiserowitz und Robert Brier, Warschau)
Moderne Nationalmythologien. So formten sie die ersten Nationen Osteuropas (Andrej Doronin, Moskau)

Personalia und Nachwuchsförderung

Ex Libris

Upcoming Events

Impressum

Das Magazin der Max Weber Stiftung erscheint zweimal jährlich und kann über die Redaktion kostenlos abonniert werden.

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news-2175 Thu, 28 Mar 2013 17:04:00 +0100 Wissenschaftlerin des DHI Washington ausgezeichnet /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2175&cHash=11a227201dc4e7d77ad98504b9cae4ea Christina Lubinski wurde der renommierten Oxford Journals Article Prize der Business History Conference verliehen. Im Rahmen des März-Treffens der Business History Conference (BHC) wurden Christina Lubinski, Stipendiatin des DHI Washington, und ihr Co-Autor Geoffrey Jones (Harvard Business School) für ihren Artikel»Managing Political Risk in Global Business: Beiersdorf, 1914-1990« (Enterprise and Society 13 (2012), 85-119) mit dem Oxford Journals Article Prize ausgezeichnet. Der von der Oxford University Press geförderte Preis honoriert die besten Artikel in Zeitschriften und Publikationen der BHC.

Weitere Informationen:

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news-2174 Thu, 17 Jan 2013 16:14:00 +0100 50 Jahre Élysée-Vertrag: Aktionen deutsch-französischer Einrichtungen bei Twitter und Facebook /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2174&cHash=146f9770918e44349e282532586f102d Am 22. Januar 2013 jährt sich zum 50. Mal die Unterzeichnung des Élysée-Vertrages. Anlässlich dieses Ereignisses werden in Deutschland und Frankreich das ganze Jahr über zahlreiche Veranstaltungen offizieller und zivilgesellschaftlicher Akteure stattfinden. Der Startschuss dieser Aktionen war bereits im September 2012. Das Jahr 2013 ist von Deutschland und Frankreich zum Deutsch-Französischen Jahr erklärt worden.

Eine geographische Übersicht über die Veranstaltungen, eine Aufzählung der rund 30 Akteure sowie Dokumente und eine kurze Chronologie der Ereignisse finden sich auf der eigens für die Feierlichkeiten des Jahrestags angelegten Website "Deutsch-Französisches Jahr. 50 Jahre Élysée-Vertrag." Die Palette der Veranstaltungen reicht von wissenschaftlichen Kolloquien und Vorträgen über Sportveranstaltungen (Freundschaftsspiel im Fussball zwischen Deutschland und Frankreich in Paris am 6. Februar!), Kulturfestivals, Film- und Musikevents bis hin zum offiziellen Empfang des deutschen Bundespräsidenten am 22. Januar 2013 in Berlin.

Die Veranstaltungen werden in den sozialen Medien über die Auftritte der verschiedenen Akteure begleitet. Die unten genannten Einrichtungen haben sich bei einem Koordinationstreffen am 10.01.2013 im DHI Paris auf die folgenden Social-Media-Aktionen geeinigt. Weitere Akteure sind herzlich eingeladen, sich anzuschließen!

DHI Paris
Twitterwall Élysée50

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news-2173 Thu, 13 Dec 2012 10:20:00 +0100 "Umkämpfte Erinnerung – Wie mit Geschichte Politik gemacht wird" auf MDR Figaro /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2173&cHash=27547ec3907daca798d970690c652b90 Am 15.12. um 22 Uhr wird auf MDR Figaro der Bericht zu “Umkämpfte Erinnerung – Wie mit Geschichte Politik gemacht wird” zu hören sein. Alle weiteren Informationen gibt es direkt bei Figaro Spezial.

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news-2172 Thu, 13 Dec 2012 09:36:00 +0100 Datenbanken für die Mediävistik und die Renaissance in Forschung und Lehre /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2172&cHash=24a17e3e510c930a2b7489a26549d9bf Historikertag 2012; Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD); Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) Datenbanken zu Personeninformationen etablieren sich zusehends als Forschungsinstrument in den Geschichtswissenschaften. Meist aus Personenindizes oder aus Regestenausgaben entwachsen, entfalten sich digitale Informationssammlungen von dem Status des funktionalen Nebenprodukts zu ergiebigem Forschungsmaterial. Beispielhaft demonstriert wurde dies in der Sektion „Datenbanken für die Mediävistik und die Renaissance in Forschung und Lehre“ auf dem Historikertag 2012 in Mainz, welche von MICHAEL MATHEUS (Rom), HEDWIG RÖCKELEIN (Göttingen) und RAINER C. SCHWINGES (Bern) geleitet wurde und am 27. September stattfand. Der folgende Bericht möchte vorrangig die Besonderheiten der Datenbanken beleuchten und die damit verbundenen Fragen diskutieren. Die Fallbeispiele aus der Forschung sollen ebenfalls besprochen, jedoch nicht inhaltlich beurteilt werden.

Weitere Infos

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news-2171 Mon, 10 Dec 2012 14:24:00 +0100 Stephan Lehnstaedt vom DHI Warschau zu sog. "Ghettorenten" interviewt /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2171&cHash=b2bfc98c6d14df03e6128485e2180e50 Am 10. Dezember berät der Sozialausschuss im Bundestag über rückwirkende Rentenzahlungen an Holocaust-Überlebende für ihre Arbeit im Ghetto. Deutschlandfunk und Welt sprachen dazu mit dem Historiker Stephan Lehnstaedt vom DHI Warschau. Holocaust-Überlebende drohen mit Sammelklage (Welt.de):
http://www.welt.de/politik/deutschland/article111914251/Holocaust-Ueberlebende-drohen-mit-Sammelklage.html

Bundestags-Sozialausschuss berät über Renten für Getto-Arbeiter:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1945368/ (Text)
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/12/10/dlf_20121210_0651_e04a5fb4.mp3 (Audio)

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news-2170 Mon, 03 Dec 2012 09:47:00 +0100 Das DFK Paris erhält Lithographien Hans Hartungs als Dauerleihgabe /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2170&cHash=7e1ab8488d7cd39555a07bd2a8292adc Die Fondation Hartung-Bergman leiht dem DFK Paris acht Lithographien Hans Hartungs aus den Jahren 1957/58 . Die Serie schmückt seit November die Eingangshalle des Hôtel Lully. Damit wird das Schaffen des deutsch-französischen Malers und Graphikers gewürdigt, der in seiner Wahlheimat Frankreich zu einem der bedeutendsten Vertreter des Informel wurde.

DFK Paris
Fondation Hartung Bergman

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news-2168 Fri, 30 Nov 2012 23:59:00 +0100 Call for Papers: Identität und Repräsentation. Die Nationalkirchen in Rom, 1450-1650 /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2168&cHash=61943441ed2e3fc0539381b4be09c6fa Deadline: 30.11.2012, Tagung: 23.-24.05.2013, DHI Rom „Eine aus Fremden zusammengeflickte Stadt, wo ein jeder lebt wie bei sich zuhause“ – das ist das Bild, welches Michel de Montaigne 1580 von Rom entwarf. Seit der Renaissance reisten neben Pilgern zunehmend auch Händler und Bankiers, Künstler und Gelehrte, Kirchenmänner und Diplomaten in die Hauptstadt des Christentums. Um sich fern ihrer Heimat gegenseitige Unterstützung zu bieten, schlossen sich die in Rom lebenden Fremden gleicher Herkunft zu Bruderschaften zusammen und gründeten Hospize, Oratorien und Kirchen. Die repräsentativsten der rund fünfzig Nationalkirchen in Rom entstanden zwischen 1450 und 1650 und bildeten in jener Zeit einen Mikrokosmos der christlichen Welt.

Im Zentrum der Tagung soll das Thema der Identitätsbildung stehen. Zu fragen ist, über welche einigenden Elemente – so beispielsweise Sprache, Kult, Brauchtum – die einzelnen im frühneuzeitlichen Rom präsenten nationes sich definierten und wie diese Elemente in der visuellen Kultur Niederschlag fanden. Folgende Themenfelder sollen dabei verstärkt in Augenschein genommen werden:

1) Kunst und Architektur: Inwiefern waren die Nationalkirchen und ihre künstlerische Ausstattung Ausdrucksträger kultureller Identität? Welche semantischen Formeln wurden zur repräsentativen Darstellung der verschiedenen Gemeinschaften oder ihrer Mitglieder verwendet? Wie interagierten aus dem Herkunftsland importierte und lokale künstlerische Phänomene miteinander?

2) Kult und Liturgie: Welche Besonderheiten wiesen die einzelnen nationes bei der Ausübung des christlichen Kultes auf? Inwiefern trugen Musik, Sprache, Liturgie, Kostüme und ephemere Erzeugnisse zum gemeinschaftlichen religiösen Erleben einerseits und zur repräsentativen Selbstinszenierung der Institutionen andererseits bei?

3) Institutionelle Aspekte: Wodurch zeichneten sich die nationes in institutioneller Hinsicht aus? Wie waren sie strukturiert (Bruderschaft, Konsulat, Kapitel etc.), und wie gestaltete sich in ihnen das Verhältnis zwischen Laien und Klerikern? In welcher Beziehung standen die Gemeinschaften und ihre Mitglieder zu den anderen politischen und kirchlichen Institutionen Roms, aber auch denjenigen ihres Ursprungslandes? Wo waren sie im städtischen Raum verortet, und was bedeutete dies für ihre Repräsentationsstrategien?

Wissenschaftliche Koordination:
Dr. Susanne Kubersky-Piredda (Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom)
PD Dr. Alexander Koller (Deutsches Historisches Institut in Rom).

Skizzen für Vorträge zum Tagungsthema im Umfang von max. 2500 Zeichen werden bis zum 30. November 2012 erbeten an minerva(at)biblhertz.it.

Weitere Informationen unter www.biblhertz.it/forschung/forschungsprojekte-des-instituts/minerva-forschungsgruppe/.

Quelle

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news-2169 Fri, 30 Nov 2012 23:59:00 +0100 Call for Papers: Postgraduate Students' Conference 2013 /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2169&cHash=409fedf3b753ec03b7e2814000fe9750 Deadline: 30.11.2012, Konferenz: 10.–11.01.2013, DHI London The German Historical Institute London will hold its 17th postgraduate students' conference on 10 and 11 January 2013. Its intention is to give postgraduate research students in the UK and Ireland working on German history an opportunity to present their work-in-progress, and to discuss it with other students working in the same field. The Institute also aims to present itself as a research centre for German history in London, and to introduce postgraduates to the facilities it offers as well as to the Institute's Research Fellows.
 
If you are interested in attending next year's postgraduate students' conference (Thursday 10 to Friday 11 January 2013), please inform the Secretary before 30.11.2012 and include the following details:

  • full contact details (including email address and telephone number),
  • the exact title of your project,
  • the date you started your project,
  • the name, address, email address and phone number of your university and supervisor,
  • confirmation whether you have undertaken research in Germany,
  • confirm whether you wish to participate in the Paleography course scheduled for the morning of Thursday 10 January 2013.

Please note that accommodation and/or travel reimbursement claims can only be considered for those eligible and who attend the entire event.

Details

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news-2167 Thu, 29 Nov 2012 09:17:00 +0100 Wolfgang J. Mommsen Preis des DHI London verliehen /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2167&cHash=fe1730d0f4534babbd9299f95cbba804 Der Gewinner des Wolfgang J. Mommsen Preises 2012 ist Benno Gammerl. Gammerl wurde für seine Doktorarbeit "Untertanen, Staatsbürger und Andere. Der Umgang mit ethnischer Heterogenität im Britischen Weltreich und im Habsburgerreich 1867-1918" ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 9. November bei der "Annual Lecture" des Deutschen Historischen Instituts London statt.

Weitere Infos

Zum Wolfgang J. Mommsen-Preis

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news-2166 Wed, 28 Nov 2012 08:47:00 +0100 Sendetermin von "Der Überfall" – Jochen Böhler (DHI Warschau) verfasste das Begleitbuch /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2166&cHash=a6990584edd840b7c8acb1bcf10c8c42 Am 4. Dezember um 21 Uhr wiederholt der Sender Phoenix die Dokumentation "Der Überfall – Deutschlands Krieg gegen Polen". Am 1. September 1939 überfielen deutsche Truppen Polen; 36 Tage sollten die Kämpfe dauern. Oft wird dieser Überfall als der Beginn des Zweiten Weltkriegs nur am Rande erwähnt. Dese ausführliche Dokumentation erinnert an den 70. Jahrestag. Im Zentrum stehen dabei nicht Militärgeschichte, Strategien oder Analysen, sondern das Erleben der Menschen auf beiden Seiten, Soldaten wie Zivilisten.

Ein in jeder Hinsicht bewegender Film, denn die Erinnerungen könnten nicht unterschiedlicher sein: größtes Leid auf der einen Seite, Gleichgültigkeit oder Siegesfreude auf der anderen. Zwei Thesen verfolgt die Dokumentation: Sie zeigt, dass schon dieser Krieg gegen Polen ein planmäßiger Vernichtungskrieg war, der von Anfang an gegen die gesamte Bevölkerung gerichtet war, bei dem auch Zivilisten von Wehrmachtssoldaten gezielt getötet wurden. Und sie zeigt, dass Polen von seinen Verbündeten Frankreich und Großbritannien im Stich gelassen wurde. Authentizität steht im Vordergrund; auf nachgespielte Szenen wird verzichtet. Wissenschaftlich unterstützt wurde die Arbeit an der Dokumentation von Dr. Jochen Böhler, Historiker am Deutschen Historischen Institut in Warschau und Autor des Begleitbuchs zum Film.

Phoenix

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news-2165 Tue, 27 Nov 2012 12:06:00 +0100 Neues Editionsprojekt: »World War II – Everyday Life Under German Occupation« /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2165&cHash=a70a49c5b9e5b9495ac5cf93eb9e2e1f Herder-Institut, DHI Paris In Zusammenarbeit mit dem Herder-Institut in Marburg bereitet das DHIP unter dem Titel »World War II – Everyday Life Under German Occupation« ein neues Editionsprojekt vor, das den Alltag unter deutscher Besatzung in Europa im Zweiten Weltkrieg dokumentiert. Unter der Leitung von Peter Haslinger, Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung, Tatjana Tönsmeyer, Bergische Universität Wuppertal, Wlodzimierz Borodziej, Universität Jena, und Stefan Martens, DHIP, arbeiten Forscherinnen und Forscher aus 15 Ländern zusammen, um die Alltags- und Gewalterfahrungen der Bevölkerungen in 19 der von der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg besetzten Länder zu dokumentieren.

Das Editionsprojekt zielt darauf, der Forschung bisher unveröffentlichte Quellen zugänglich zu machen, weshalb die geplante Printedition auf Englisch erscheint. Die ebenfalls vorgesehene digitale Edition, wird die Quellen nicht nur in englischer Übersetzung, sondern auch in Originalsprache, teilweise unterstützt durch Faksimiles, zur Verfügung stellen.

Durch den vergleichenden Blick will das Forschungs- und Editionsprojekt anstelle der bislang im Fokus der Forschung stehenden »Tätergeschichte« neue Wege in der Historiographie des Zweiten Weltkriegs aufzeigen.

Gefördert wird das Projekt von der Leibniz-Gemeinschaft im Rahmen des Paktes für Forschung und Innovation. An dem Forschungs- und Editionsprojekt sind außer dem DHIP und der ENS Cachan für Frankreich Partnerinstitutionen aus insgesamt 15 europäischen Ländern beteiligt.

Quelle

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news-2164 Tue, 13 Nov 2012 09:49:00 +0100 Das neue Magazin der Max Weber Stiftung ist erschienen /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2164&cHash=4abf412a38669f658978c6f3fa217de9 Die aktuelle Ausgabe des Magazins der Max Weber Stiftung "Weltweit vor Ort" beschäftigt u. a. mit der internationalen Rezeptions- und Wirkungsgeschichte des neuen Namensgebers der Stiftung. Es enthält Beiträge des DIJ Tokyo, des DHI Paris, des DHI Rom, des DHI Washington und des Orient-Instituts Istanbul. Klicken Sie hier zum Downloaden

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news-2163 Tue, 30 Oct 2012 08:34:00 +0100 Treffen des Projekts "Theologie Interreligiös" in Münster /aktuelles/nachrichten/einzelansicht-nachrichten.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=2163&cHash=85be1f7dcf4e8605f1e44f1b36021f82 Öffentlicher Festakt am Samstag, 3. November, an der Universität Münster. Das bundesweit einmalige Projekt "Theologie Interreligiös" für muslimische und christliche Theologen wird am Wochenende in Münster fortgesetzt. Die Universität erwartet hochrangige Gäste wie den Leiter des Dialog-Zentrums der Al-Azhar Universität in Kairo, Prof. Dr. Mahmoud Azab, und den Direktor des Orient-Instituts Beirut, Arabist Prof. Dr. Stefan Leder, die das Projekt initiiert haben. Zur feierlichen Eröffnung sprechen auch Münsters Bischof Dr. Felix Genn sowie der Dialogbeauftragte des Auswärtigen Amtes, Botschafter Dr. Heinrich Kreft.

"Nachdem sich die islamische Theologie auch an deutschen Hochschulen wie der Uni Münster etabliert, suchen wir den systematischen und internationalen Austausch über die Grundlagen von Christentum und Islam", so der muslimische Theologe Prof. Dr. Mouhanad Khorchide und der katholische Theologe Prof. Dr. Johannes Schnocks vom Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Uni Münster. Zur feierlichen Eröffnung der dritten Tagung der Initiative, die vollständig "Episteme der Theologie Interreligiös" heißt, laden sie alle Interessierten ein. Der öffentliche Festakt beginnt am Samstag, 3. November, um 18 Uhr in der Aula der Uni Münster im Schloss, Schlossplatz 2.

Den Festvortrag hält der Bonner Philosoph und katholische Theologe Prof. Dr. Ludger Honnefelder über "Religion und Ethik angesichts der globalen Herausforderungen". Historiker Prof. Dr. Gerd Althoff vom Vorstand des Exzellenzclusters spricht ein Grußwort. Die anschließende Konferenz befasst sich bis zum 5. November mit "Ethik und Recht". Katholische, evangelische und muslimische Theologen aus Deutschland und Ägypten verständigen sich dabei über Grundlagen der Ethik im Christentum und Islam.

"Beide Religionen wollen nach ihrem Selbstverständnis ethische Orientierungshilfen geben", so Prof. Schnocks. Umso wichtiger sei es, gemeinsam über "Gut und Böse" nachzudenken und nach Begründungen von Normen zu fragen, ergänzte Prof. Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie in Münster. Die nächste Konferenz der christlichen und muslimischen Theologen befasst sich im Mai 2013 in Beirut mit "Glaubenslehre und Erfahrung". 2011 ging es in Wittenberg um "Schrift, Tradition und Dogma", 2012 in Kairo um "Offenbarung und Religion".

Bei der internationalen Initiative "Episteme der Theologie interreligiös" handelt es sich um den in Deutschland ersten systematischen und dauerhaft angelegten Austausch christlicher und muslimischer Theologen aus dem In- und Ausland. Kooperationspartner sind das renommierte Orient-Institut Beirut, die geistliche Leitung der Al-Azhar Universität Kairo – die größte theologische Ausbildungsstätte des sunnitischen Islams – die Stiftung Leucorea in Wittenberg und eine interkonfessionelle Gruppe aus Theologen der Universitäten Münster, Halle, Paderborn und Mainz.

Dr. Christina Heimken
Presse- und Informationsstelle
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

 

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